Noch kein Ausbildungsplatz? Hier sind Plätze frei
Die Arbeitsagenturen in MV haben kurz vor dem offiziellen Start des neuen Ausbildungsjahres noch mehr freie Lehrstellen im Angebot als suchende Bewerber registriert sind. Ein Beruf sticht heraus.
Unter anderem in der Gastrobranche sind noch viele Ausbildungsplätze frei. (Archivbild)Jens Büttner/dpa
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Wenn Anfang August das neue Ausbildungsjahr beginnt, sind in vielen Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern noch Lehrstellen frei. Die Arbeitsagenturen haben aktuell rund 3.000 offene Ausbildungsplätze im Angebot, wie der Chef der Regionaldirektion Nord, Markus Biercher, mitteilte. Dem stünden rund 2.400 noch unversorgte Jugendliche gegenüber.
„Der Ausbildungsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern ist weiterhin in Bewegung und bietet noch viele attraktive Möglichkeiten“, so Biercher. Lehrverträge könnten auch nach dem 1. August noch abgeschlossen werden. Die Berufsschule beginnt am 31. August.
Die Berufe mit den meisten freien Lehrstellen
Die Top Ten der Berufsausbildungen mit den meisten freien Plätzen führt mit Abstand der Kaufmann/die Kauffrau im Einzelhandel mit 403 offenen Ausbildungsstellen an. Auf Platz zwei liegt Verkäufer/Verkäuferin mit 193 Plätzen, auf Platz drei die Fachkraft für Lagerlogistik mit 100.
Auch in Gastronomie und Hotellerie werden händeringend Azubis gesucht: 93 offene Lehrstellen für Koch/Köchin stehen in der Liste, 83 für Fachleute in der Restaurant- und Veranstaltungsgastronomie, 78 für Hotelfachleute. Auf den nächsten Plätzen folgen Metallbauer (68 freie Ausbildungsplätze), Berufskraftfahrer (60), Handelsfachwirte (57) und Konstruktionsmechaniker (54).
„Meldet euch, wir helfen euch“
Wer noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, sollte nicht verzweifeln, meint Biercher. „Meldet euch bei der Berufsberatung. Wir unterstützen euch dabei, einen passenden Ausbildungsplatz zu finden“, sagte er. „Es gibt noch viele Chancen, insbesondere, wenn man bei Berufswahl und Region etwas flexibel ist.“ Auch lohne es, den direkten Kontakt zu Betrieben zu suchen. „Viele Unternehmen freuen sich über engagierte Bewerberinnen und Bewerber - auch jetzt noch“, versicherte Biercher.
Zuschuss zum Führerschein
Arbeitgebern, die noch Ausbildungsplätze zu besetzen haben, riet der Experte, neue Wege zu gehen. „Einige Betriebe schaffen zusätzliche Anreize, beispielsweise durch Zuschüsse zum Fitnessstudio oder eine Unterstützung beim Führerschein. Hier gibt es viele Möglichkeiten.“
Auch sollte Bewerbern eine Chance gegeben werden, die auf den ersten Blick nicht dem klassischen Wunschprofil entsprechen. „Machen Sie sich im persönlichen Gespräch ein eigenes Bild von den Bewerberinnen und Bewerbern und beurteilen Sie ihre Kompetenzen nicht allein nach den Schulnoten“, empfahl er.