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Neun Blindenhunde in Sachsen-Anhalt helfen im Alltag

Blindenführhunde erkennen mehr als 40 Kommandos – und tragen sogar einen Dienstausweis. Was die Vierbeiner im Alltag alles möglich machen.

28.01.2026

Ein Blindenführhund im Einsatz, erkennbar an seinem Führgeschirr. (Symbolbild)picture alliance / dpa

Ein Blindenführhund im Einsatz, erkennbar an seinem Führgeschirr. (Symbolbild)picture alliance / dpa

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Sie finden Zebrastreifen, erkennen Hindernisse und geben Sicherheit: In Sachsen-Anhalt sind derzeit neun Blindenführhunde von der Sozialagentur anerkannt, wie das Sozialministerium zum Internationalen Tag des Blindenführhundes am 29. Januar mitteilte. Die speziell ausgebildeten Tiere helfen Menschen mit Behinderung bei der Orientierung im Alltag. Zudem gebe es sieben weitere Assistenzhunde, die etwa epileptische Anfälle erkennen könnten, hieß es. 

„Assistenzhunde ermöglichen Menschen mit Behinderungen eine selbstbestimmte Teilhabe am Leben und sind eine große Stütze, um behinderungsbedingte Nachteile auszugleichen“, so Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD).

Dienstausweis für Hunde

Blindenhunde und andere Assistenzhunde haben einen eigenen „Dienstausweis“. Dieser verschafft den vierbeinigen Helfern Zugang zu Orten, zu denen Hunde normalerweise keinen Zugang haben - etwa Supermärkte. Zudem tragen sie ein speziell gekennzeichnetes Führgeschirr.

Welche Rassen sind geeignet?

Als Blindenführhunde eignen sich verschiedene Hunderassen - ob Labrador, Golden Retriever oder auch bestimmte Mischlinge. Früher wurden hauptsächlich Schäferhunde eingesetzt. Heute kommt es laut Ministerium vor allem darauf an, dass ein besonders intelligentes und gesundes Tier mit ruhigem Charakter ausgewählt wird. Über die Zulassung eines Blindenführ- oder Assistenzhundes entscheidet die Sozialagentur. Dort können auch Anträge zur Anerkennung gestellt werden. 

Was können Blindenhunde alles?

Am Ende der umfangreichen Ausbildung der Vierbeiner können diese laut Verein Deutsche Blindenführhunde rund 40 Hörzeichen erkennen, wie „Such Zebra“. So finden sich die Hunde auch in ungewohnten Umgebungen zurecht und ermöglichen ihren Herrchen und Frauchen unter anderem den sicheren Gang über eine Straße oder Treppen. Dabei verlassen sie sich nicht nur auf ihre Nase, auch ihre Augen sind gefragt.