Neues Konzept für Hamburger Hafenkante - Mehr Raum am Wasser
Mehr Grün, neue Plätze und viel Raum zum Verweilen: Das Elbufer zwischen Fischmarkt und Landungsbrücken soll bis 2030 komplett umgestaltet werden – mit Ideen aus der Nachbarschaft.
Ganz vorsichtigen Schätzungen von Umweltsenatorin Katarina Fegebank (Grüne) zufolge soll die Neugestaltung des Elbufers zwischen dem Fischmarkt und den Landungsbrücken etwa 20 Millionen Euro kosten.Christian Charisius/dpa
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Das Elbufer zwischen dem Hamburger Fischmarkt und den Landungsbrücken bekommt ein neues Gesicht. Voraussichtlich bis 2030 sollen die jetzt vornehmlich von Beton dominierten Flächen unter Berücksichtigung des Hochwasserschutzes neu gestaltet werden, wie Umweltsenatorin Katharina Fegebank sagte. Als vorläufigen und sehr ungefähren Kostenrahmen nannte die Grünen-Politikerin rund 20 Millionen Euro.
Bis zu 800 Ideen aus der Nachbarschaft
Wie das „absolute Filetstück“ an der Elbe einmal aussehen soll, sei das Ergebnis eines umfangreichen Beteiligungsverfahrens, in das zwischen 700 und 800 Ideen aus der Nachbarschaft eingeflossen seien. „Es wird ein Ort für alle sein“, betonte die Senatorin. Als Siegerentwurf für die Neugestaltung der St. Pauli Hafenkante habe ein Gremium aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft das Konzept des Hamburger Büros Rabe Landschaften in Kooperation mit White Arkitekter aus Schweden.
Der Plan für die Neugestaltung des Elbufers zwischen Fischmarkt und Landungsbrücken fußt auf einer Zusammenarbeit von Anwohnern, Landschaftsplanern und der Stadt.Christian Charisius/dpa
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Dieser sieht unter anderem zahlreiche neue Bäume, Sitzgelegenheiten und Plätze zum Verweilen am Wasser vor. Geplant seien auch Skate-Elemente, ein Basketballplatz sowie offene Flächen für Fußball und Bewegung. Gleichzeitig bleibe das Areal aber weiter nutzbar für traditionsreiche Großveranstaltungen wie den Fischmarkt oder den Hafengeburtstag.
Basis ist die „Wunschproduktion“ des Park Fiction Komitees
Die Planungen fußen auf der „Wunschproduktion“ des Park Fiction Komitees. Zentrale Wünsche seien dabei gewesen: Weite, Raum für Sport, neue Beziehung zum Wasser, Sitzmöglichkeiten und kein Kommerz und nicht noch mehr Events. „Wir finden den Entwurf sehr gelungen und freuen uns sehr“, sagte Justus Linz vom Park Fiction Komitee.
Das Projektgebiet umfasst rund 600 Meter Uferkante und liegt direkt gegenüber dem 2003 eröffneten Antonipark, im Volksmund nur Park Fiction genannt. Dessen Komitee hatte schon von 2020 bis 2023 in einer umfangreichen „Wunschproduktion“ die Bedürfnisse des Stadtteils ermittelt, die als verbindliche Grundlage für den nun abgeschlossenen Wettbewerb dienten.
Wettbewerbsbeiträge zwei Wochen im Stadtteilzentrum
Alle Wettbewerbsbeiträge sind nach Angaben der Umweltbehörde von Montag an zwei Wochen lang in den Schaufenstern des Stadtteilzentrums Kölibri öffentlich ausgestellt. Die nächste Planungsrunde sei am 16. April ebenfalls im Stadtteilzentrum vorgesehen.