Neues Freiwilligenjahr - Thüringen bietet 724 FSJ-Plätze
Von Kindertagesstätten über Gesundheit bis hin zu Sport: Am 1. September beginnt das neue Freiwilligenjahr. Neu ist dabei das FSJ Digital.
Freiwilligendienste werden häufig als Engagement nach dem Schulabschluss genutzt. (Symbolbild)Sebastian Kahnert/dpa
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724 geförderte Plätze stehen für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) ab September in Thüringen zur Verfügung. Das teilte das Bildungsministerium auf Anfrage mit. Informationen, wie viele davon letztlich besetzt wurden, lägen frühestens im November vor.
Das FSJ wird in Thüringen demnach unter anderem aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds auf der Grundlage der Förderrichtlinie Thüringen Jahr finanziell unterstützt. Darüber hinaus gebe es bei den Trägern zudem weitere Stellen, die jedoch nicht gefördert seien. Da diese nicht zentral erfasst würden, lägen dazu keine Zahlen vor, hieß es vom Ministerium.
Große Bandbreite
Die Bandbreite möglicher Tätigkeiten reicht beim FSJ von den Bereichen Soziales und Gesundheit über Sport bis hin zur Kultur. Bei dem nun endenden Jahrgang sowie dem zuvor gab es den Angaben nach 685 junge Menschen, die von den geförderten FSJ-Stellen profitieren. Die meisten Freiwilligen arbeiteten mit 222 bei Kindertagesstätten/Horten, gefolgt von Schule/Schulsozialarbeit (116) und dem Bereich öffentliche Kultureinrichtungen/Kulturämter (86).
Ab September kommen 15 Plätze für das neu geschaffene FSJ-Digital hinzu. Eingesetzt werden die Freiwilligen den Angaben nach in ausgewählten Stellen der Medienbildung, wo sie ein digitales Projekt entwickeln. Träger in der Pilotphase ist die Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Thüringen.
Gute Nachfrage
Der Freiwilligendienst wird in Thüringen gut angenommen. FSJ-Träger berichten laut Bildungsministerium, dass es in den vergangenen Jahren eine Steigerung bei der Nachfrage sowohl seitens der Einsatzstellen als auch potenzieller Freiwilliger gab.
Freiwilligendienste werden häufig als Engagement nach dem Schulabschluss genutzt, teils auch zur beruflichen Orientierung. In der Regel beginnen die Einsätze im September und dauern ein Jahr. Nach Angaben des Bildungsministeriums können sie auch später starten, müssen jedoch mindestens sechs Monate dauern. Dabei gilt eine Altersgrenze von maximal 26 Jahren.