Nervenstarke Alba-Frauen holen sich gegen Keltern den Pokal
Harte Defense, viel Spannung und am Ende sitzen die Freiwürfe. In ihrem ersten Pokalfinale holen die Berliner Basketballerinnen den Titel - mit einer aufregenden Aufholjagd.
Die Berlinerinnen und Keltern trafen erstmals im Pokalfinale aufeinander. (Archivbild)Andreas Gora/dpa
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Die Basketballerinnen von Alba Berlin haben sich bei ihrer Premiere in einem Final-Krimi direkt den Pokal gesichert. Der Hauptstadtclub besiegte den großen Turnierfavoriten Rutronik Stars Keltern beim Top Four in der heimischen Sömmeringhalle nach Verlängerung mit 67:62 (28:28, 56:56). Keltern, deutscher Meister und souveräner Tabellenführer in der Bundesliga, verpasste den dritten Pokal-Triumph nach 2020 und 2021.
Beide Teams standen sich unter anderem auch im Meisterschaftsfinale 2024 gegenüber, auch damals mit dem besseren Ende für die Berlinerinnen. Vor 2.365 Fans erwischte Alba im Endspiel offensiv einen schwierigen Start, kam dann aber über einige erfolgreiche Distanzwürfe zu Punkten. In der ersten Halbzeit konnte sich kein Team einen größeren Vorsprung herausspielen. Es gab viele Fouls und defensive Intensität.
Gohlisch (r) sorgte für entscheidende Zähler.Andreas Gora/dpa
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Am Ende kommt es auf die Freiwürfe an
Im Schlussviertel fielen dann plötzlich die Dreier bei den Gästen, die auf neun Punkte davonzogen. Alba startete eine erneute Aufholjagd. Berlins Alina Hartmann wurde in den Schlusssekunden gefoult und brachte das Spiel mit einem Treffer von der Linie in die Verlängerung.
In den Extra-Minuten war beiden Clubs die Anspannung anzumerken. Mit einem Layup sorgte Berlins Kapitänin Lena Gohlisch für das 62:61. Keltern glich noch einmal aus, doch nach Freiwürfen von Marie Bertholdt ließen sich die Gastgeberinnen die Führung nicht mehr nehmen. Titelverteidiger Saarlouis war am Samstag im Halbfinale nach Verlängerung an Alba gescheitert und verlor auch das Spiel um Platz drei gegen Marburg.