Nato-Übung schränkt Alltag in Hannover ein
Das Manöver führt Tausende Soldaten in die Lüneburger Heide, an Ostseestrände und jetzt eben auch in die niedersächsische Landeshauptstadt. Das hat Auswirkungen auf das alltägliche Leben dort.
Unter anderem Feldjäger sind in Hannover im Einsatz.Michael Matthey/dpa
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Die laufende Nato-Übung führt auch zu Einschränkungen im Alltag von Hannover. Diverse Straßen wurden heute in der Innenstadt der Landeshauptstadt gesperrt, wie die Verwaltung mitteilte. Die Einschränkungen sollen bis Mitternacht andauern.
„Die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr sowie unsere Partner in der NATO erfüllen einen verantwortungsvollen Sicherheitsauftrag“, sagte Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay am Abend bei einem Empfang laut einem vorab verbreitetem Redemanuskript. Sie könnten dabei auf den politischen und gesellschaftlichen Rückhalt zählen – was ausdrücklich auch für die Stadt Hannover gelte, sagte der Grünen-Politiker.
Größe Nato-Übung des Jahres - ohne US-Beteiligung
Der Einsatz ist Teil der Nato-Übung „Steadfast Dart 26“. Es ist die größte Nato-Übung in diesem Jahr. Sie findet turnusgemäß ohne direkte Beteiligung der US-Streitkräfte statt. Insgesamt sind rund 10.000 Soldaten, mehr als 1.500 Fahrzeuge und 17 Schiffe aus 13 Nationen Teil des Manövers. Die größten Beiträge kommen aus südeuropäischen Ländern wie Italien, Spanien und Griechenland sowie der Türkei.
Aus Sicht des Oberbürgermeisters senden die Übung und der Empfang das klare Signal, dass die Nato geschlossen stehe. Die gegenwärtige Lage mache sich im öffentlichen Raum und Straßenverkehr um Hannover bemerkbar: deutlich mehr militärische Fahrzeuge und Kolonnen der Bundeswehr und ihrer befreundenden Partner seien unterwegs.
Konkret sind betroffen laut Verwaltungsmitteilung etwa die Bereiche um das Alte Rathaus oder die Marktkirche. Teilweise gebe es auch Halteverbotszonen. Auf Bildern waren Soldaten, etwa der Feldjäger, zu sehen, die Straßen absperrten und Gitter aufstellten.