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Nancy Aris weiter Landesbeauftragte für DDR-Unrecht

Die Zeitzeugen von Unrecht in der DDR sind in die Jahre gekommen oder bereits gestorben. Dennoch soll ihr Schicksal als Mahnung für die Gegenwart und Zukunft nicht vergessen werden.

25.03.2026

Der Sächsische Landtag hat Nancy Aris für weitere fünf Jahre als Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der DDR-Diktatur gewählt.Robert Michael/dpa

Der Sächsische Landtag hat Nancy Aris für weitere fünf Jahre als Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der DDR-Diktatur gewählt.Robert Michael/dpa

© Robert Michael/dpa

Nancy Aris bleibt sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Der Landtag wählte sie am Mittwoch für weitere fünf Jahre in diesem Amt. „In den nächsten Jahren stehen wir in der DDR-Aufarbeitung vor großen Herausforderungen: Unsere Zeitzeuginnen und Zeitzeugen werden weniger, viele ehrenamtlich Engagierte älter. Die Aufarbeitung erlebt einen Generationswechsel“, betonte Aris.

Angespannte Finanzlage bremst Bildungsarbeit in Gedenkstätten aus

Nach den Worten der Landesbeauftragten bleibt zivilgesellschaftliches Engagement dabei unverzichtbar. Zugleich müssten staatliche Einrichtungen eine größere Verantwortung für die dauerhafte Sicherung und Vermittlung des Wissens übernehmen. „Die angespannte Haushaltslage setzt uns dabei Grenzen und bremst die immer notwendiger werdende Bildungsarbeit in den Gedenkstätten aus. Gerade Bildungsangebote für jüngere Menschen müssten jedoch dringend weiterentwickelt werden.“

Die Sächsische Landesbeauftragte soll Menschen unterstützen, die in der früheren sowjetischen Besatzungszone und in der DDR politisch verfolgt wurden. Eine weitere Aufgabe besteht in der historisch-politischen Bildung. Aris soll zudem die Perspektiven der von DDR-Unrecht betroffenen
Menschen in gesellschaftliche und politische Debatten einbringen.