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Nach Rücktritt: Kommissarische Spitze für die JU Brandenburg

Aus Kritik am Kurs der Bundes-CDU tritt die Landeschefin der Jungen Union in Brandenburg zurück. Wie geht es bei der CDU-Jugendorganisation weiter?

31.07.2026

Nach dem Rücktritt der Brandenburger Landeschefin der Jungen Union, Laura Strohschneider, soll es zunächst einen kommissarischen Vorsitzenden geben. (Symbolbild)Armin Weigel/dpa

Nach dem Rücktritt der Brandenburger Landeschefin der Jungen Union, Laura Strohschneider, soll es zunächst einen kommissarischen Vorsitzenden geben. (Symbolbild)Armin Weigel/dpa

© Armin Weigel/dpa

Nach dem Rücktritt der Brandenburger Landeschefin der Jungen Union (JU), Laura Strohschneider, soll ihr Stellvertreter Carlo Wittich kommissarisch übernehmen. Der geschäftsführende Landesvorstand empfahl den 27-Jährigen als kommissarischen Landesvorsitzenden, teilte die Brandenburger CDU mit. Der komplette Landesvorstand soll darüber am Montag entscheiden.

„Gerade in einer Zeit, in der die etablierten Parteien an Rückhalt und Vertrauen verlieren, sind Beständigkeit und Geschlossenheit besonders wichtig“, erklärte der geschäftsführende Landesvorstand - das ist ein Teil des kompletten Vorstands. In der CDU wird davon ausgegangen, dass es eine Mehrheit für den Vorschlag geben wird. 

Wittich: Wenn nötig kritische Begleitung

Der vorgeschlagene Landeschef Wittich sagte den drei Unions-Ministern Jan Redmann (CDU, Innen), Gordon Hoffmann (Bildung, CDU) und Martina Klement (CSU, Wirtschaft) in der Landesregierung Unterstützung, aber auch kritische Begleitung zu, wo notwendig. Bei einer Versammlung der JU soll der neue Landesvorsitzende formell gewählt werden.

Strohschneider war am Donnerstag aus Kritik am Kurs der CDU von Friedrich Merz zurückgetreten und hatte ihren Parteiaustritt erklärt. Sie begründete den Schritt damit, dass dem Spitzenpersonal die Glaubwürdigkeit verloren gegangen sei und der Reformkurs der Bundesregierung nicht leistungsfreundlich sei. Sie kritisierte auch den Personalumbau von Merz.