Nach Festnahme von Stiefvater: Kind weiter in Lebensgefahr
Die schweren Kopfverletzungen passen laut Ärzten nicht zum geschilderten Unfallgeschehen. Was die Polizei bislang zu dem Fall weiß.
Der beschuldigte Mann wurde laut Polizei in eine JVA gebracht. (Symbolbild)David Inderlied/dpa
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Ein im Osternienburger Land lebensgefährlich verletztes Kind schwebt laut Polizei immer noch in Lebensgefahr. „Das Kind ist weiter schwer verletzt“, sagte eine Sprecherin der Polizei der Deutschen Presse-Agentur. Staatsanwaltschaft und Polizei in Dessau-Roßlau verdächtigen den Lebensgefährten der Mutter des sechs Jahre alten Kindes. Die Ermittlungen liefen weiter. Zwei Tage nach dem Vorfall gebe es noch keine neuen Erkenntnisse, so die Sprecherin.
Das Kind war am Sonntag mit schweren Verletzungen am Kopf mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht worden. Zuvor war der Polizei ein Kindernotfall in der Gemeinde im Landkreis Anhalt-Bitterfeld gemeldet worden. Wie die Polizei angab, wurden in der Klinik Verletzungen festgestellt, „die nach vorläufiger ärztlicher Einschätzung nicht mit einem Unfallgeschehen in Einklang zu bringen sind“. Nach der Feststellung der Verletzungen habe die Klinik die Polizei informiert.
Beschuldigter in Untersuchungshaft
Kurze Zeit später seien Ermittlungen gegen den 27-Jährigen aufgenommen worden. Noch am Sonntag sei auf Anordnung der Staatsanwaltschaft unter anderem die Tatwohnung des Beschuldigten durchsucht worden, hieß es. Daraufhin sei der Mann festgenommen worden. Ihm wird demnach schwere Körperverletzung vorgeworfen.
Nachdem ein Ermittlungsrichter am Amtsgericht Köthen einem Antrag der Staatsanwaltschaft folgte und Haftbefehl erließ, wurde der Tatverdächtige in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Weitere Angaben zu dem Fall - etwa zum mutmaßlichen Tathergang - machte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht.