Amiris Vater-Votum für Belgier Doku: Geburt übertrifft WM
Der Belgier Doku will bei der Geburt seines Kindes dabei sein und könnte früher von der WM abreisen. Eine Moderatorin schockiert mit kritischen Aussagen. Auch ein DFB-Spieler reagiert verstört.
Mit ihren Aussagen zu Jeremy Doku hat eine französische Sportjournalistin für Aufregung gesorgt. (Archivbild)Omar Havana/AP/dpa
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Fußball-Nationalspieler Nadiem Amiri hat als Vater volles Verständnis dafür, falls ein Spieler während der WM zur Geburt seines Kindes heimreisen würde. Belgiens Hoffnungsträger Jeremy Doku war wegen eines geplanten Trips von einer französischen TV-Moderatorin kritisiert worden. Einige WM-Spieler haben die Geburten ihrer Kinder während des Turniers verpasst, weil sie in Amerika waren.
„Ich habe das auch mitbekommen. Ich habe gar kein Verständnis dafür, dass er kritisiert wird für so etwas“, sagte Amiri zu Manchester-City-Profi Doku (24). „Alle, die Eltern sind, die Papa sind, wissen, was für ein besonderer Moment das ist. Für die Geburt seines ersten Kindes muss er da hingehen.“
Amiri: Da braucht ihn seine Frau
Es gebe auch ein Leben neben dem Fußball, betonte der Bundesliga-Profi des FSV Mainz 05. „Es sind so schöne Momente, die aber erstmal auch schwierig sind, weil eine Geburt schwierig ist. Da braucht ihn seine Frau, ich habe es gesehen bei meiner Frau zweimal“, sagte der Vater zweier Jungen.
Klartext vom zweifachen Papa Nadiem Amiri bei der DFB-Pressekonferenz.Federico Gambarini/dpa
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Für die TV-Moderatorin France Pierron hatten ihre Aussagen inzwischen Konsequenzen. In der Ausgabe der Sendung zum Wochenstart fehlte sie. Die Sportjournalistin hatte ihr Unverständnis darüber ausgedrückt, dass Doku das Turnier möglicherweise vorzeitig für die Geburt verlassen werde.
„Du willst all das verlassen, um bei der Geburt deines Kindes dabei zu sein, die ein ekelhafter Moment ist, Verzeihung, wo der Papa zu nichts gut ist und eine Nebenrolle hat“, hatte sie in der Sendung „L’Équipe de Choc“ gesagt.
„L’Équipe“ teilte nun mit, das Sportmedium distanziere sich von ihren Aussagen. Sie seien „sehr weit“ von den Werten der Mediengruppe entfernt. Man entschuldige sich bei dem Fußballer und dem Publikum.
Aussagen „rückwärtsgewandt“
Eine Weltmeisterschaft sei ein möglicherweise einmaliges Erlebnis, ein Kindheitstraum, hatte Pierron weiter gesagt. „Es gibt Hunderte Fußballer, die töten würden, um dort zu sein, wo du bist.“ Im Anschluss hagelte es Kritik an ihren Aussagen. Der Verband französischer Sportjournalistinnen FJS nannte ihre Worte „rückwärtsgewandt“.
Doku und seine Frau Shireen erwarten im Juli ihr erstes Kind. Der belgische Profi sagte deshalb im Trainingscamp in Seattle belgischen Medien: „Es kommt darauf an, wann es passiert, aber es ist mein erstes Kind, also will ich auf jeden Fall dabei sein.“