NPD-Versammlung in Braunschweig angemeldet
Für die rechtsextreme Partei ist für den 1. Mai ein Aufzug durch die niedersächsische Stadt angemeldet worden. Gerechnet wird mit etwa 200 Teilnehmenden. Wird es erneut Gegenproteste geben?
In Braunschweig ist eine Versammlung für die NPD mit 200 Teilnehmenden angemeldet. (Archivbild) Christophe Gateau/dpa
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Nur wenige Tage nach einem bundesweiten Treffen mit Teilnehmern aus der „Reichsbürger“-Szene stellt sich Braunschweig auf eine Versammlung mit Rechtsextremen ein. Für die NPD sei eine Versammlung zum Thema „01. Mai – Tag der deutschen Arbeit“ angezeigt worden, teilte ein Stadtsprecher auf Anfrage mit. Über den geplanten Aufzug hatte zuvor die „Braunschweiger Zeitung“ berichtet.
Nach Angaben der Verwaltung habe der Anzeigende angegeben, mit 200 Teilnehmenden zu rechnen. Der Aufzug soll von 13.00 Uhr bis 20.00 Uhr dauern und vom Bahnhofsvorplatz durch die Stadt gehen. Erst am vergangenen Samstag hatten sich rund 200 Menschen aus der „Reichsbürger“-Szene in der zweitgrößten Stadt Niedersachsens versammelt. Etwa 600 kamen zum Gegenprotest.
Die NPD hatte sich 2023 in „Die Heimat“ umbenannt. Allerdings wurde diese Veränderung nicht überall mitgetragen. Nach dem Verfassungsschutzbericht aus dem Jahr 2024 sieht sich die aus ausgetretenen Verbänden und Einzelpersonen Ende 2023 neu gegründete „Nationaldemokratische Partei Deutschlands“ (NPD) als legitime Nachfolgerin der „alten“ NPD. Die demnach aktivsten Landesverbände der NPD sind Baden-Württemberg und Hamburg.
Eine Gegendemonstration sei bislang nicht angemeldet worden, sagte der Stadtsprecher der BZ, „aber damit ist zu rechnen“, ergänzte er.