Mutmaßliche IS-Kämpfer in Schleswig-Holstein gefasst
Unweit von Hamburg nimmt das Bundeskriminalamt in Schleswig-Holstein zwei Männer fest: Sie sollen im Irak für den IS gekämpft haben. Jetzt sitzen sie in Untersuchungshaft.
Die Bundesanwaltschaft ließ die Männer festnehmen. (Archivbild)Christoph Schmidt/dpa
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Die Bundesanwaltschaft hat in Schleswig-Holstein zwei mutmaßliche Mitglieder der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) festnehmen lassen. Sie sollen sich spätestens 2014 im Irak der Vereinigung angeschlossen und für sie gekämpft haben. Die beiden Iraker sind nun in Untersuchungshaft.
Einer der Beschuldigten sei für die Schariapolizei tätig sowie Kommandeur einer IS-Kampfeinheit gewesen, so der Vorwurf der höchsten deutschen Strafverfolgungsbehörde. Der Andere habe unter anderem mit weiteren IS-Kämpfern eine im Eigentum des irakischen Staates stehende Erdölraffinerie in der Stadt Baidschi im Norden des Landes besetzt. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm ein Kriegsverbrechen gegen Eigentum vor. „Darüber hinaus veröffentlichte er im Anschluss an seine Einreise in das Bundesgebiet ab Juli 2022 fortlaufend IS-Propaganda.“
Die Festnahmen erfolgten den Angaben zufolge am Mittwoch im Kreis Stormarn unweit von Hamburg durch Beamte des Bundeskriminalamts. Noch am selben Tag eröffnete der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe den Männern die Haftbefehle und ordnete die Untersuchungshaft an.