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Mordprozess: Mutter des getöteten Fabian spricht als Zeugin

Das Rostocker Landgericht sucht Antworten darauf, warum der achtjährige Fabian aus Güstrow gewaltsam getötet wurde. Die Angeklagte schweigt. Nun werden erste Zeugen gehört.

30.04.2026

Die Angeklagte schweigt bislang zu den Vorwürfen gegen sie. Bernd Wüstneck/dpa

Die Angeklagte schweigt bislang zu den Vorwürfen gegen sie. Bernd Wüstneck/dpa

© Bernd Wüstneck/dpa

Im Fall des getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow wird am Donnerstag (9.30 Uhr) der Prozess gegen die wegen Mordes angeklagte Tatverdächtige mit ersten Zeugenvernehmungen fortgesetzt. Am Landgericht Rostock sollen dabei am Vormittag zunächst Fabians Mutter und am Nachmittag der Vater des im vorigen Oktober getöteten Jungen aussagen. Es ist der zweite von 17 geplanten Verhandlungstagen. 

Die 30 Jahre alte Angeklagte ist die Ex-Freundin des Vaters. Laut Anklage sollen Beziehungsprobleme eine zentrale Rolle für die Tat gespielt haben. Die 30-Jährige habe ziel- und zweckgerichtet gehandelt, um mit der Tötung des Jungen einen Streitpunkt in der Beziehung zum Vater aus dem Weg zu räumen, hieß es in der Anklage. Der habe die Beziehung nicht fortführen wollen, weil er den Kontakt zu seinem Sohn nicht gefährden wollte. 

Das Kind war am 10. Oktober vorigen Jahres verschwunden und vier Tage später an einem Teich bei Klein Upahl, etwa 15 Kilometer südlich von Güstrow, tot gefunden worden. Die Angeklagte, die seit 7. November in Untersuchungshaft sitzt, äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen.