Mobile Mosterei macht Station am Kloster Drübeck
Mehr als ein Dutzend Mostereien in Sachsen-Anhalt verarbeiten jetzt frisches Obst - auch „Most Willi“. Er tourt mit seiner mobilen Anlage durch den Harz.
Nach der Ernte geht’s in die Presse: In der mobilen Mosterei wird regionales Obst zu Saft verarbeitet.Matthias Bein/dpa
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Gewaschen, gestückelt, gepresst: Frischer, naturbelassener Saft aus Äpfeln, Birnen oder Quitten steht hoch im Kurs - für stationäre und mobile Mostereien ist gerade Hochsaison. Am Kloster Drübeck bei Ilsenburg im Harz haben zahlreiche Garten- und Streuobstwiesenbesitzer den Service genutzt und Obst zu Willi Friedrich alias „Most Willi“ gebracht. „Aus hundert Kilo Obst werden etwa 70 Liter Saft“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Friedrich hat seinen Unternehmenssitz in Gernrode und fährt mit seiner mobilen Mosterei zu Kunden in einem Umkreis von hundert Kilometern.
Eigenen Angaben zufolge arbeitet der Industriemeister für Lebensmitteltechnik auch mit Kitas, Schulen, Vereinen, Imkern, Gemeinden und Nachbarschaftsinitiativen zusammen, um etwa auf Streuobstwiesen oder an Wegrändern anfallendes Obst zu verwerten. Bis Mitte November wolle er unterwegs sein, sagte er.
Nach Angaben des Naturschutzbundes (Nabu) gibt es in Sachsen-Anhalt derzeit mehr als ein Dutzend stationäre und mobile Mostereien, bundesweit sind es insgesamt mehr als 450. Die Einsatzzeit liegt zwischen August und November, wobei die Ostpressen im September und Oktober auf Hochtouren laufen, wie es hieß.
Willi Friedrich macht nicht nur Saft aus heimischen Früchten, er verwertet auch das, was übrig bleibt - Trester wird zu Pektin, Tierfutter oder Brennstoff. Matthias Bein/dpa
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