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Mit Sensoren gegen Risse – Dresden setzt auf smarte Straßen

Hightech im Asphalt: Dresden sammelt rund um die Uhr Daten, um Schlaglöchern und Spurrillen zuvorzukommen. Auch andere Städte sollen davon profitieren.

15.07.2026

Der Asphalt reagiert bei Hitze und Kälte unterschiedlich auf die Belastung.Katharina Kausche/dpa

Der Asphalt reagiert bei Hitze und Kälte unterschiedlich auf die Belastung.Katharina Kausche/dpa

© Katharina Kausche/dpa

Hitze, Kälte, schwere Laster - Dresden will mit Sensoren messen, was das mit den Straßen macht. Dafür verlegt die Landeshauptstadt an fünf Stellen um die Innenstadt Messbalken in den Asphalt. Von den Daten sollen auch andere Kommunen profitieren.

Bisher seien vor allem Risse und Spurrinnen zum Zustand der Straßen erfasst worden. Die Stadt möchte solchen Schäden zuvorkommen. Dann sei es nämlich eigentlich schon zu spät, sagte Peter Lebelt von der technischen Kontrolle im Straßen- und Tiefbauamt. Mit den Daten, die über die Sensoren gesammelt werden, soll prognostiziert werden, wie schnell die Straße altert. Um dann möglichst vor den Rissen etwas zu unternehmen. Die Software, die dafür programmiert wird, soll Open Source und damit frei zur Verfügung sein - auch für andere Kommunen.

Teil der Smart City

Die Sensoren messen Gewicht und Temperaturen. Beim Gewicht geht es vor allem um die Laster. Autos würden zwar erfasst, aber nicht in die Modelle einberechnet, so Lebelt. Bei Kälte und Hitze reagiere der Asphalt unterschiedlich auf Gewicht. „Im Winter ist es sehr hart und im Sommer kann das eher weich sein“, sagte er. Drei andere Messstellen gibt es schon, eine soll noch kommen. Gleichzeitig fährt bis September ein Spezialfahrzeug durch Dresden und erhebt Daten zu Straßenschäden - also Schlaglöchern, Spurrinnen, Erhebungen und Rissbildungen.

Das Projekt wird mit 1,3 Millionen Euro gefördert. Die kommen teils aus Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und teils aus Mitteln der Landeshauptstadt Dresden. Das Projekt ist Teil des Modellprojekts „Smart City“ der Stadt und der Technischen Universität Dresden.