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Mit Exzellenz und auf Englisch: Hochschulstart in Hessen

Neue Studiengänge auf Englisch, Millionen-Förderung und Exzellenz-Titel: Was Hessens Hochschulen im Wintersemester für Studierende bereithalten.

06.10.2026

Für Zehntausende beginnt im Oktober das neue Semester. (Symbolbild)Andreas Arnold/dpa

Für Zehntausende beginnt im Oktober das neue Semester. (Symbolbild)Andreas Arnold/dpa

© Andreas Arnold/dpa

Zurück in die Hörsäle und Bibliotheken: Für zehntausende Studierende startet diesen Monat das neue Semester. Für manche heißt das auch, einen ganz neuen Studiengang oder eine neue Stadt kennenzulernen.

Wie viele Studierende fangen neu an?

Im vergangenen Wintersemester hat es in Hessen etwa 240.300 Studierende gegeben. Etwa 34.200 davon waren laut Statistischem Landesamt Studienanfängerinnen und -anfänger. Von allen Studierenden waren etwa 200.100 an staatlichen Hochschulen und 40.300 an nicht-staatlichen Hochschulen immatrikuliert. Insgesamt seien das etwa fünf Prozent mehr Studierende als im Wintersemester 2024/25.

Zahlen zum nun startendem Wintersemester liegen laut Ministerium noch nicht vor. Von der Universität Marburg hieß es aber, es deute sich bei der Zahl der Studierenden „zum aktuellen Zeitpunkt ein leicht niedrigeres Niveau als im Wintersemester 2025/26“ an. In Gießen rechnet man hingegen in etwa mit dem gleichen Niveau. 

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An welchen Hochschulen studieren die Menschen in Hessen?

An der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt studieren in Hessen die meisten Menschen - im vergangenen Wintersemester waren es rund 40.700. Auf Platz zwei folgte die Justus-Liebig-Universität Gießen mit etwa 25.000, knapp dahinter die Technische Universität Darmstadt mit 24.400 Studierenden. Platz vier belegte die Universität Kassel und Platz fünf die Philipps-Universität Marburg.

Welche Studienbereiche sind in Hessen am beliebtesten?

Auf Platz eins lagen im vergangenen Wintersemester Wirtschaftswissenschaften mit rund 35.250 Studentinnen und Studenten, wie eine Auswertung des Statistischen Landesamtes zeigte. Rund 25.200 Menschen entschieden sich demnach für Informatik - davon waren rund 19.000 Männer. Auf Platz drei landete das Sozialwesen mit etwa 13.900 Studierenden - davon rund 10.600 Frauen.

Welche neuen Studiengänge gibt es?

Bei den neuen Studiengängen zeigt sich: Der Fokus liegt auf Englisch. An der Justus-Liebig-Universität in Gießen gibt es neun neue Studiengänge, und zwei der Bachelorstudiengänge sind erstmals englischsprachig: Environmental Science und Global Food Systems. Zudem gebe es den englischsprachigen Masterstudiengang One Health.

Auch an der JLU gibt es neue Studiengänge. (Symbolbild)Christian Lademann/dpa

Auch an der JLU gibt es neue Studiengänge. (Symbolbild)Christian Lademann/dpa

© Christian Lademann/dpa

Auch in Kassel kann man ganz auf Englisch studieren - etwa im neuen Masterstudiengang Sustainability and Postcolonial Studies. Gender, Nature and History und im Master Computer Science. In Darmstadt gibt es drei neue Masterstudiengänge in diesem Semester: Ecology and Biodiversity, Molecular and Cellular Biology sowie Bio-Materials Engineering.

Wohin zieht es die hessischen Abiturienten zum Studieren?

Die meisten jungen Menschen mit einer in Hessen erworbenen Hochschulzugangsberechtigung bleiben zum Studium im Bundesland. Vergangenes Wintersemester waren es nach Angaben des Statistischen Bundesamts 68,1 Prozent. 

Weitere Studienanfänger und Studienanfängerinnen entschieden sich für Baden-Württemberg (7,4 Prozent), Bayern (6,1 Prozent) und Rheinland-Pfalz (5,5 Prozent). Auf die übrigen Bundesländer entfielen jeweils weniger als fünf Prozent. Dass die meisten Studierenden ihr Studium in dem Bundesland beginnen, in dem sie auch ihre Hochschulzugangsberechtigung erworben haben, ist ein bundesweiter Trend.

Die Studienanfänger und Studienanfängerinnen, die in Hessen im Wintersemester 2025/2026 ihr erstes Semester absolvierten, hatten ihre Studienberechtigung auch überwiegend in Hessen erworben: Dies traf den Angaben zufolge auf 70,5 Prozent zu.

6,5 Prozent kamen aus Nordrhein-Westfalen zum Studium nach Hessen, 5,4 Prozent aus Rheinland-Pfalz und 4,8 Prozent aus Baden-Württemberg. Auch aus den anderen Bundesländern zog es junge Menschen nach Hessen, die Zahlen bewegen sich jeweils im niedrigen Prozentbereich.

Einige Unis haben den Exzellenz-Titel bekommen - was heißt das?

Die RMU erhält nun eine Millionen-Förderung. (Symbolbild)Andreas Arnold/dpa

Die RMU erhält nun eine Millionen-Förderung. (Symbolbild)Andreas Arnold/dpa

© Andreas Arnold/dpa

Die Technische Universität Darmstadt, die Goethe-Universität Frankfurt und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz dürfen von 2027 an den Titel „Exzellenzuniversität“ tragen. Die drei Hochschulen hatten sich als Allianz der Rhein-Main-Universitäten (RMU) gemeinsam um den Titel beworben, der mit hohem Ansehen und Millionenbeträgen verbunden ist. 

Nach Angaben des hessischen Wissenschaftsministeriums ist die Exzellenzstrategie von Bund und Ländern der wichtigste Forschungsförderwettbewerb Deutschlands. Die RMU erhält ab kommendem Jahr eine Förderung von bis zu 155 Millionen Euro über einen Zeitraum von sieben Jahren, wie das Wissenschaftsministerium mitteilte. Der Bund stellt 75 Prozent der Finanzierung bereit.