dpa

Ministerium warnt vor Newcastle-Krankheit

Nach Ausbrüchen in Brandenburg und Bayern warnt das Ministerium vor einer Ausbreitung der Newcastle-Krankheit. Geflügelhalter sollen streng auf Biosicherheit achten.

10.03.2026

Die Newcastle-Krankheit gilt für Geflügel als tödlich, für Menschen ist sie aber ungefährlich. (Symbolbild)Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die Newcastle-Krankheit gilt für Geflügel als tödlich, für Menschen ist sie aber ungefährlich. (Symbolbild)Karl-Josef Hildenbrand/dpa

© Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Nach Ausbrüchen in Brandenburg und Bayern warnt Sachsen-Anhalts Landwirtschaftsministerium vor dem Risiko einer Infektion mit der hochansteckenden Newcastle-Krankheit bei Geflügel. Die Gefährdungslage sei mit der ohnehin bereits seit dem vergangenen Herbst verstärkt grassierenden Geflügelpest vergleichbar, heißt es auf Anfrage.

Beide Viren zirkulierten aktuell bei Wildvögeln. Geflügelhalter seien dazu aufgefordert, die „Grundregeln der Biosicherheit“ einzuhalten und besonders den Kontakt ihrer Tiere zu Wildvögeln zu vermeiden. Zudem müsse der Gesundheitszustand der Tiere gewissenhaft kontrolliert werden. „Sobald die Tiere schwach erscheinen, die Legeleistung zurückgeht oder gar Anzeichen von Durchfall oder Atemnot auftreten, ist unbedingt ein Tierarzt zu Rate zu ziehen“, heißt es weiter.

Für die Newcastle-Krankheit, die auch „atypische Geflügelpest“ genannt wird, gilt für Geflügelhalter eine Impfpflicht. Ende Februar hatte das für die Tierseuchenbekämpfung zuständige Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in Greifswald über den bundesweit ersten Ausbruch der meldepflichtigen Viruserkrankung seit 30 Jahren bei Geflügel in Brandenburg informiert. Kurz danach folgten Ausbrüche in Bayern. Laut FLI gibt es aktuell 21 bestätigte Seuchenfälle. Die Erkrankung verläuft bei den Tieren in der Regel tödlich. Für den Menschen ist das Virus ungefährlich.

In Sachsen-Anhalt will das Landwirtschaftsministerium Mitte März mit Vertretern des Wirtschaftsverbandes Eier und Geflügel und der Tierseuchenkasse Sachsen-Anhalt nun Möglichkeiten zur Verbesserung der Biosicherheitsmaßnahmen in Geflügelhaltungen diskutieren, wie es weiter hieß.