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Ministerin lobt Baum-Uni: Raum fürs Umdenken

In allen Brandenburger Parks kann man sehen, wie die Pflanzenwelt unter dem Klimawandel leidet. Im Park Branitz soll nun dazu geforscht werden und wichtige Erkenntnisse entstehen.

31.08.2026

Die Ministerinnen haben Eicheln gepflanzt. Frank Hammerschmidt/dpa

Die Ministerinnen haben Eicheln gepflanzt. Frank Hammerschmidt/dpa

© Frank Hammerschmidt/dpa

Der Aufbau der Branitzer Baumuniversität in Cottbus zur Forschung zu Klimaanpassungen in historischen Gärten und Parks schreitet voran. „Wir müssen umdenken, wenn es um Parks und Gärten geht, die über Jahrhunderte bestanden haben und auch in Zukunft Anziehungspunkte sein sollen“, sagte Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) bei ihrem Besuch vor Ort. Mit Forschung zu neuen klimatischen Bedingungen, mit Pflanzen, die Hitze und Trockenheit aushalten und mit Modelllösungen schaffe man einen Raum dafür.

Auf zwölf Hektar soll nach Angaben der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz Deutschlands größtes Modellprojekt für die Klimaanpassung historischer Gärten und Parks entstehen. 

„Die neue Branitzer Baumuniversität soll Landkreisen, Städten, Vereinen und weiteren Akteuren Wissen für den Umgang mit Bäumen im Klimawandel zur Verfügung stellen und zugleich als Forschungsplattform wirken“, sagte die Projektleiterin Juliane Ribbeck-Lampel. Entscheidend sei der Austausch: Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und gemeinsam neue Lösungen zu entwickeln.

Es gehe um Fragen, wie etwa historische Parks mit jahrhundertealten Gestaltungsideen Hitze, Dürre, Starkregen und neuen Schädlingen standhalten könnten. Deshalb entsteht auf dem Gelände einer ehemaligen Großgärtnerei die neue Baumuniversität „mit Kulturflächen zur Gehölzvermehrung, Gewächshäusern und Forschungsinfrastruktur“. „Zugleich wird die historische Kulturlandschaft modellhaft wiederhergestellt und für die Anforderungen des Klimawandels weiterentwickelt“, hieß es von der Stiftung.