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Minister: Modulares Bauen kommt wieder in Mode

250 Millionen Euro Förderung für den sozialen Wohnungsbau - aber die Baukosten steigen. Bauminister Tabbert sieht angesichts einer angespannten Lage einen Weg im modularen Bauen.

17.02.2026

Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum bleibt auch in Brandenburg groß. (Symbolbild) Patrick Pleul/dpa

Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum bleibt auch in Brandenburg groß. (Symbolbild) Patrick Pleul/dpa

© Patrick Pleul/dpa

Angesichts gestiegener Baukosten und angespannter Wohnungsmärkte setzt Brandenburgs Bauminister Detlef Tabbert im sozialen Wohnungsbau verstärkt auf das sogenannte modulare Bauen. „Es zeigt sich ein Trend, dass modulares Bauen wieder in Mode kommt“, sagte er am Vormittag in Potsdam. Dabei werden Fertigteile aus Beton und Holz in Fabrikhallen vorgefertigt. So ließen sich die Kosten senken, sagte Tabbert.

Zudem soll die neue Bauordnung mit weniger Auflagen nach seinen Vorstellungen im ersten Halbjahr dieses Jahres beschlossen werden. Damit soll das Bauen schneller, einfacher und kostengünstiger werden.

250 Millionen Euro für sozialen Wohnungsbau

Das Land Brandenburg stellte nach Angaben des Bauministeriums im vergangenen Jahr 250 Millionen Euro für die soziale Wohnraumförderung bereit - deutlich mehr als 2024 mit rund 212 Millionen Euro. Gefördert wurden 1.153 Wohneinheiten, darunter 1.005 Wohnungen mit Mietpreis- und Belegungsbindung. Auch 2026 seien erneut 250 Millionen Euro im Haushalt eingeplant, sagte Tabbert.

Rund 54 Prozent der Mittel flossen ins Berliner Umland, 46 Prozent in weitere Landesteile. Der Schwerpunkt lag auf dem Mietwohnungsneubau und der Wiederherstellung (191 Millionen Euro für 790 Wohneinheiten). Weitere 24 Millionen Euro gingen in Modernisierung und Instandsetzung (216 Einheiten). Für die Wohneigentumsförderung wurden 34,6 Millionen Euro für 144 Wohnungen bewilligt.

Tabbert betonte die Bedeutung der Förderung für bezahlbaren Wohnraum und die Stabilisierung der Bauwirtschaft. Er verwies jedoch zugleich auf gestiegene Baukosten, durch die trotz höherer Mittel weniger Wohnungen entstehen. In 36 Städten und Gemeinden in Brandenburg gilt laut eines Gutachters ein angespannter Wohnungsmarkt.