Minister: Genauer hinschauen, wo Schüler Hilfe brauchen
Deutschlands 15-Jährige erreichen bei Pisa so schlechte Werte wie nie zuvor. Brandenburg ist aufgeschreckt. Bildungsminister Hoffmann setzt auf langfristige Verbesserungen.
Minister Hoffmann sieht die Pisa-Ergebnisse als Handlungsaufforderung. (Archivbild)Sebastian Christoph Gollnow/dpa
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Die schlechten Ergebnisse Deutschlands im Schulleistungsvergleich Pisa zeigen nach Worten von Brandenburgs Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) einen dringenden Handlungsbedarf. Brandenburg steuere mit verbindlichen Lese- und Rechenzeiten an den Grundschulen und einer gezielteren Sprachförderung gegen.
„Gleichzeitig müssen wir genauer hinschauen, wo Schülerinnen und Schüler Unterstützung brauchen und unsere Schulen gezielt dabei unterstützen, die Bildungsqualität zu verbessern“, sagte Hoffmann laut einer Mitteilung.
Bis eine Verbesserung eintrete, brauche es Zeit, meinte Hoffmann. „Viele unserer Maßnahmen setzen bewusst früh an und werden ihre volle Wirkung erst über mehrere Jahre entfalten.“ Bildungsungleichheiten sollen mit dem sogenannten Startchancen-Programm abgebaut werden - dafür werden in Brandenburg 110 Schulen über zehn Jahre gefördert.
15-Jährige bei den Pisa-Tests so schlecht wie nie
Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) bezeichnete die neuen Pisa-Ergebnisse als besorgniserregend. Sie lägen im Trend anderer Bildungsstudien und überraschten nicht. „Es macht es keinen Deut besser, aber es ist nicht überraschend.“
Im neuen Pisa-Vergleich schneiden Schülerinnen und Schüler in Deutschland so schlecht ab wie nie zuvor. Für die einzelnen Bundesländer gibt es aber keine detaillierten Ergebnisse. In Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften wurden bei den getesteten 15-Jährigen in Deutschland „die niedrigsten Kompetenzwerte seit Beginn der Pisa-Erhebungen erzielt“, wie es in der neuen Ausgabe der internationalen Vergleichsstudie heißt.
Die Ergebnisse sind noch schlechter als bei der ersten Pisa-Studie im Jahr 2000. Der sogenannte Pisa-Schock hatte damals eine intensive Debatte und Bildungsreformen ausgelöst.