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Minister Ebling und Eder besuchen beschädigte Pipeline

Zwei Tage nach der Beschädigung einer Diesel-Pipeline durch Unbekannte im Hunsrück ist das Ausmaß der Umweltschäden weiter nicht geklärt. Der Vorfall ruft jetzt mehrere Ministerien auf den Plan.

13.03.2026

Ein Arbeiter pumpt mit Hilfe einer Ölsperre das durch Diesel verunreinigte Wasser aus dem Bach ab. Thomas Frey/dpa

Ein Arbeiter pumpt mit Hilfe einer Ölsperre das durch Diesel verunreinigte Wasser aus dem Bach ab. Thomas Frey/dpa

© Thomas Frey/dpa

Nach der Beschädigung einer unterirdischen Diesel-Pipeline im Industriepark in Wiebelsheim (Rhein-Hunsrück-Kreis) ist das Ausmaß der Umweltschäden weiter unklar. Wie das Umweltministerium mitteilte, kann die ausgetretene Menge an Dieselkraftstoff bislang nicht abgeschätzt werden. Für den Nachmittag haben Innenminister Michael Ebling (SPD) und Umweltministerin Katrin Eder (Grüne) ihren Besuch angekündigt, um die Schäden in Augenschein zu nehmen. 

Der Kraftstoff sei bis zur Schließung der Leckage vor allem über einen nahegelegenen Bach abgelaufen, vereinzelt aber auch in den Boden gesickert, erklärte eine Sprecherin der Kreisverwaltung des Rhein-Hunsrück-Kreises. Derzeit werde der betroffene Boden ausgehoben und zu einer Abfallanlage transportiert, um ihn zu entsorgen, hieß es. Die unmittelbar nach dem Vorfall installierten Ölsperren bestehen weiterhin. 

Mehrere Tierarten in Bachnähe möglicherweise betroffen

In diesen Bach ist ein Großteil des Kraftstoffs abgeflossen - die genaue Menge ist noch unklar. Thomas Frey/dpa

In diesen Bach ist ein Großteil des Kraftstoffs abgeflossen - die genaue Menge ist noch unklar. Thomas Frey/dpa

© Thomas Frey/dpa

Die Auswirkungen auf Natur und Tierarten können nach Informationen der Kreisverwaltung derzeit nicht abschließend beurteilt werden. Größere negative Auswirkungen auf in dem Bach lebende Fische seien bislang nicht feststellbar. Eine tot aufgefundene Bachforelle sei nicht unmittelbar mit dem ausgetretenen Diesel in Verbindung zu bringen. Negative Folgen für Insekten und Amphibien sowie in der Nähe lebende Biber könnten nicht ausgeschlossen werden.

Am Mittwoch hatten bislang Unbekannte die unterirdische Pipeline beschädigt. Die Polizei geht zum jetzigen Zeitpunkt von einer absichtlichen Manipulation aus, mit der Diesel abgepumpt werden sollte. Die Kriminaldirektion Koblenz hat zur Aufklärung des Falls eine Ermittlungsgruppe eingeleitet. Im Zuge des Vorfalls war es demnach zu Geruchsbelästigungen gekommen. Eine akute Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung habe nicht bestanden, hieß es.