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Millionenschaden durch Buntmetalldiebe - 5 Männer in U-Haft

Immer wieder werden Kupfer und andere Buntmetalle von Bauställen gestohlen. Nun hat die Polizei eine mutmaßliche Bande hochgenommen - und gibt Details bekannt.

26.10.2026

Kupferkabeltrommeln werden teilweise von Baustellen gestohlen. (Symbolbild)Thomas Banneyer/dpa

Kupferkabeltrommeln werden teilweise von Baustellen gestohlen. (Symbolbild)Thomas Banneyer/dpa

© Thomas Banneyer/dpa

Nach einer Razzia gegen eine mutmaßliche Bande von Buntmetalldieben sitzen fünf Männer in Untersuchungshaft. Insgesamt seien 14 Tatverdächtige bekannt, der jüngste sei 18 Jahre alt, informierte der Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Nordhausen, Detlef Grabs. Er sprach von Intensivtätern. 

Nach monatelangen Ermittlungen hatte die Polizei am Sonntag Wohnungen in Halle/Saale durchsucht. Anlass war eine Serie von Metalldiebstählen. Unter anderem soll die Gruppe auf der Baustelle einer Starkstromtrasse in Thüringen zugeschlagen haben - der Schaden wird mit 1,5 Millionen Euro angegeben. Den Ermittlern zufolge soll sie zudem Solar- und Windparks heimgesucht und dort weiteren Millionenschaden angerichtet haben. Die Ermittlungen dazu dauerten an, hieß es. Bisher seien der Gruppierung Tatorte in Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg nachgewiesen worden, so die Polizei. 

Deutlich mehr Buntmetalldiebstähle in Thüringen

Die Zahl der Buntmetalldiebstähle in Thüringen ist in den vergangenen beiden Jahren deutlich gestiegen. Buntmetalle sind unter anderem Kupfer, Zink und Blei. Wurden laut Landeskriminalamt im Jahr 2023 noch 230 Fälle erfasst, waren es in den Jahren 2024 und 2025 jeweils über 400. Die Aufklärungsquote lag in den beiden vergangenen Jahren bei jeweils unter einem Viertel. 

Im Jahr 2025 entstand dabei etwa ein Schaden von 730.000 Euro. Oft wurden demnach Buntmetalle in Form von Kabeltrommeln oder Platten von Baustellen gestohlen, die dort unbeaufsichtigt herumlagen.