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Millionen fürs Azubi-Budget bleiben in Sachsen-Anhalt liegen

Weniger Bewerbungen und Abbrüche bei Azubis: Warum Sachsen-Anhalts Landesverwaltung Millionen für den Nachwuchs nicht ausschöpfen konnte.

21.04.2026

In Sachsen-Anhalt bleiben Millionen für die Personalausbildung ungenutzt - unter anderem, weil die Zahl der eingehenden Bewerbungen gering ist. (Symbolbild)Julian Stratenschulte/dpa

In Sachsen-Anhalt bleiben Millionen für die Personalausbildung ungenutzt - unter anderem, weil die Zahl der eingehenden Bewerbungen gering ist. (Symbolbild)Julian Stratenschulte/dpa

© Julian Stratenschulte/dpa

Sachsen-Anhalts Ministerien und Behörden haben Schwierigkeiten, ausreichend Nachwuchs zu gewinnen. Das berichtet die Mitteldeutsche Zeitung unter Berufung auf Angaben des Landesfinanzministeriums (Mittwochausgabe).

Demnach blieben im Jahr 2025 rund zehn Millionen Euro ungenutzt, die eigentlich für die Ausbildung von Auszubildenden, Anwärtern, Studenten und Referendaren vorgesehen waren. Von insgesamt 73 Millionen Euro wurden nur 63 Millionen ausgegeben – etwa ein Siebtel des Budgets blieb damit ungenutzt. Die Zahlen wurden auf eine Anfrage des Grünen-Landtagsabgeordneten Olaf Meister veröffentlicht.

Als Grund nannte das Ministerium unter anderem eine insgesamt geringe Zahl an Bewerbungen. Dieses Problem habe auch in den Vorjahren bestanden: 2024 wurden lediglich 60 von 72 Millionen Euro des Ausbildungsbudgets genutzt, 2023 waren es knapp 56 von 67 Millionen Euro. Zudem erschwerten fehlende Eignung von Bewerbern sowie kurzfristige Absagen – teils sogar nach Vertragsunterzeichnung – die Besetzung. Auch Ausbildungsabbrüche spielten eine Rolle.

Der Grünen-Politiker Meister warnte vor den Folgen: „Das zeigt, dass wir auf ein Problem zulaufen.“ Er befürchtet, dass das Land langfristig nicht genügend Nachwuchs ausbildet, um absehbare Personallücken in den Behörden zu schließen.