Meyer wirbt für Wasserstoff-Pipeline in der Nordsee
Mit dem Projekt „Aquaductus“ soll Wasserstoff direkt auf See produziert und per Pipeline an Land gebracht werden. Was sich der niedersächsische Energieminister davon erhofft.
Wasserstoff soll neben Windparks weit draußen auf der Nordsee produziert werden. (Symbolbild) Sina Schuldt/dpa
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Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer (Grüne) hat die Unterstützung für den Bau einer mehr als 400 Kilometer langen Wasserstoff-Pipeline in der Nordsee namens „Aquaductus“ bekräftigt. „Die Idee ist, Meerwasser zu entsalzen und Wasserstoff direkt auf Plattformen neben den Windparks zu produzieren, statt den Strom mühsam per Seekabel an Land zu bringen“, sagte Meyer im Interview dem „Rundblick“.
„Wir sprechen hier von großer Wasserstofferzeugung mit Elektrolyseuren direkt neben Windparks weit draußen in der Nordsee“, sagte der Umweltminister. Meyer zufolge würde dies sechs bis acht herkömmliche Stromtrassen ersparen und allein an Netzentgelten rund 31 Milliarden Euro einsparen. Zudem sei es hocheffizient, schone das Wattenmeer und schaffe ein europäisches Netz von Wasserstoff-Pipelines mit Norwegen und Großbritannien.
Mit Blick auf Widerstand gegen eine unter Norderney verlaufene Pipeline betonte Meyer, dass der Tourismus nicht gefährdet werden dürfe, es umweltverträglich ablaufen und Kompensationen geben müsse.