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Merz motiviert Wahlkämpfer im Südwesten für den Endspurt

In Baden-Württemberg entscheidet sich am Sonntag, wer künftig regiert. Friedrich Merz warnt: Wer blau oder gelb wähle, könnte am Montag grün aufwachen.

06.03.2026

Schützenhilfe aus Berlin auf den letzten Metern.Silas Stein/dpa

Schützenhilfe aus Berlin auf den letzten Metern.Silas Stein/dpa

© Silas Stein/dpa

CDU-Bundeschef und Bundeskanzler Friedrich Merz hat den Wahlkämpfern seiner Partei in Baden-Württemberg Mut zugesprochen auf den letzten Metern des Wahlkampfs. Die Landtagswahl am Sonntag werde knapp, sagte Merz beim Wahlkampfabschluss der Südwest-CDU in Ravensburg. „Die wird knapper als wir gedacht haben“. Der ein oder andere möge darüber nachdenken, gelb zu wählen oder gar dunkelblau, sagte er ins Publikum. Aber: „Wer jetzt blau wählt oder gelb wählt, könnte am nächsten Montag grün aufwachen.“

Derzeit liegen Grüne und CDU in Baden-Württemberg in Umfragen etwa gleichauf und werden wohl auch wieder miteinander koalieren müssen. Ein anderes Bündnis scheint rechnerisch derzeit nicht möglich - das heißt, dass die Wahl vor allem darüber entscheiden dürfte, ob Grüne oder CDU den nächsten Ministerpräsidenten stellen.

Hagel gegen Özdemir

Bei der Wahl wird über die Nachfolge von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) entschieden, der nach drei Amtszeiten nicht mehr antritt. Für die Grünen geht der ehemalige Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir ins Rennen, für die CDU will Landes- und Fraktionschef Manuel Hagel neuer Ministerpräsident werden. 

Merz unterstrich die Bedeutung der Wahl. Die stoße nicht nur in Baden-Württemberg oder Deutschland auf große Aufmerksamkeit, sondern in der ganzen Europäischen Union. Er sei zuversichtlich, dass der CDU der Wahlsieg gelinge, wenn man die Kräfte bündele.

Hagel und Merz erhielten Standing Ovations.Felix Kästle/dpa

Hagel und Merz erhielten Standing Ovations.Felix Kästle/dpa

© Felix Kästle/dpa

Für beide wird es eine wichtige Wahl am SonntagSilas Stein/dpa

Für beide wird es eine wichtige Wahl am SonntagSilas Stein/dpa

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