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Mehrtägiger Streik an Kliniken von Vivantes beginnt

Klinik-Beschäftigte bei Vivantes sind aufgerufen, in Bereichen wie der Reinigung und Logistik die Arbeit niederzulegen. Welche Auswirkungen der Streik für Patienten haben kann.

15.04.2026

Die Tarifverhandlungen laufen bereits seit einiger Zeit. (Symbolbild)Katharina Kausche/dpa

Die Tarifverhandlungen laufen bereits seit einiger Zeit. (Symbolbild)Katharina Kausche/dpa

© Katharina Kausche/dpa

An Vivantes-Kliniken in Berlin sind Beschäftigte seit den frühen Morgenstunden in einen mehrtägigen Streik getreten. Die Gewerkschaft Verdi rief Angestellte aus Gastronomie, Logistik, Reinigung und anderen Bereichen der Vivantes-Tochterunternehmen auf, ihre Arbeit ruhen zu lassen. Ärzte und Pflegefachkräfte zählen nicht dazu.

Der Streik habe „mit der frühsten Frühschicht“ begonnen, sagte Verdi-Verhandlungsführer Ben Brusniak. Der Streik-Aufruf gilt bis zum Ende der Nachtschicht am Samstagmorgen. Im Rahmen des Streiks ist heute für 9.00 Uhr eine Kundgebung vor dem Urban Krankenhaus mit anschließender Demonstration durch Kreuzberg geplant. Am Donnerstag soll es eine Kundgebung vor der CDU-Landeszentrale geben. 

Auswirkungen auf planbare OPs oder Bistros möglich

Die Patientenversorgung in den Kliniken sei durch den Streik nicht beeinträchtigt, sagte ein Vivantes Sprecher am Morgen. Auch die Speiseversorgung sei nicht betroffen und die Bistros seien geöffnet. Jedoch müssten Termine für ambulante Reha-Behandlungen teils abgesagt werden. 

Für einige Bereiche gelten Notdienstvereinbarungen, etwa für die Wäscheversorgung und die Logistik. Für den Bereich der Zentralsterilisation, wo Beschäftigte unter anderem für die Reinigung von Operationsinstrumenten zuständig sind, hat das Arbeitsgericht nach Streit von Verdi und Vivantes vor einigen Wochen Pläne für die Notdienste festgelegt. Daran werde sich gehalten, auch wenn die Gewerkschaft die festgelegten Zahlen als zu hoch erachte, hieß es von Verdi.

Nächste Verhandlungsrunde am Donnerstag

Die Verhandlungen laufen seit Januar. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Donnerstag vorgesehen. Bei einer Urabstimmung im März hatten nach Angaben der Gewerkschaft 98,2 Prozent der Verdi-Mitglieder für einen Streik gestimmt. Der letzte Warnstreik fand Ende März statt.

Bei den Vivantes-Tochterunternehmen arbeiten rund 2.200 Beschäftigte. Verdi fordert für sie einen Tarifvertrag, bei dem die Regelungen des Tarifvertrags für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Krankenhäusern (TVÖD-K) eins zu eins auf die Vivantes-Beschäftigten übertragen werden.