Mehrere Verletzte an Gymnasium: Was wir wissen und was nicht
An einem Gymnasium in Schongau in Oberbayern werden mindestens zwei Mädchen verletzt, ein mutmaßlicher Täter wird festgenommen. Was bislang bekannt ist und welche Fragen noch offen bleiben.
Die Polizei nahm nach eigenen Angaben den mutmaßlichen Täter fest.Lennart Preiss/dpa
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Bei einer möglichen Amoktat an einem Gymnasium im oberbayerischen Schongau sind nach Angaben der Polizei mindestens zwei Mädchen schwer verletzt worden. Ein mutmaßlicher Täter wurde festgenommen. Was zu dem Vorfall bislang bekannt ist und welche Fragen noch offen bleiben:
Was wir wissen
- Vorfall: Am Welfen-Gymnasium in Schongau hat es nach Angaben der Polizei einen Vorfall gegeben, bei dem mehrere Menschen verletzt wurden.
- Amoklage: Nach dem Vorfall deutet laut einem Polizeisprecher vieles auf eine Amoklage hin.
- Täter: Nach Angaben von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) handelt es sich um einen 16-jährigen Mann mit kroatischer Staatsbürgerschaft. Er soll laut Herrmann in der Vergangenheit in psychiatrischer Behandlung gewesen sein und zuletzt bei seinen Eltern gewohnt haben. Zudem gebe es Hinweise darauf, dass es sich bei dem Täter um einen ehemaligen Schüler handelt. Das sei aber noch nicht gesichert. Laut Herrmann fiel der 16-Jährige möglicherweise schon in der Vergangenheit durch Drohungen auf. Auch das müsse nun sorgfältig recherchiert werden. Einen weiteren Täter gibt es nach Angaben von Herrmann nach derzeitigem Stand nicht. Zeitweise habe es entsprechende Gerüchte gegeben, sagte Herrmann. Dafür gebe es jedoch keine belastbaren Hinweise.
- Tatwaffe: Nach ersten Erkenntnissen war der Täter laut Herrmann mit Messer und auch einer Schusswaffe bewaffnet. Zunächst wurde nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur jedoch keine Schusswaffe gefunden, wohl aber Munition.
- Verletzte: Laut einer Polizeisprecherin wurden mindestens zwei Mädchen schwer verletzt. Sie seien ins Krankenhaus gebracht worden. Laut einem Polizeisprecher sind sie außer Lebensgefahr. Nach ersten Erkenntnissen handle es sich um Schülerinnen des Gymnasiums.
- Einsatz: Die Polizei hatte zuvor mitgeteilt, dass sie mit zahlreichen Beamten am Gymnasium im Einsatz sei. Menschen vor Ort wurden aufgerufen, das Areal zu meiden.
- Rettungshubschrauber: Laut einem Sprecher der ADAC-Luftrettung waren insgesamt sechs Rettungshubschrauber im Einsatz, vier davon vom ADAC. Einer der vier ADAC-Helikopter sei zur Versorgung von Verletzten genutzt worden.
- Ort: Das Welfen-Gymnasium liegt in Schongau, eine Kleinstadt am Ufer des Lechs im westlichen Oberbayern mit mehr als 12.000 Einwohnern. Die Schule liegt nur wenige Hundert Meter von Altstadt und Lech entfernt.
- Schule: Laut Internetseite werden am Welfen-Gymnasium etwa 800 Schüler von mehr als 80 Lehrkräften unterrichtet. In direkter Nachbarschaft gibt es auch eine Grund-, Mittel- und Realschule.
- Anlaufstelle: Für Angehörige und Eltern von Schülerinnen und Schülern wurde eine Anlaufstelle am Feuerwehrhaus eingerichtet.
Was wir nicht wissen
- Weitere Verletzte: Ob es neben den zwei schwer verletzten Mädchen weitere Verletzte gibt, ist noch unklar. Ein Polizeisprecher sprach zunächst von einer einstelligen Zahl.
- Genauer Ablauf: Unklar ist, wie sich der Vorfall am Gymnasium genau abgespielt hat.
- Motiv: Offen bleibt, aus welchem Motiv der mutmaßliche Täter handelte. Auch bleibt unklar, ob es eine wie auch immer geartete Beziehung zwischen dem Täter und den beiden schwer verletzten Mädchen gab. Laut Herrmann gebe es im Moment dafür keine Hinweise.