Mehr als jeder Achte in Hessen hat Diagnose Depression
Die Depressionsrate in Hessen ist im Bundesvergleich überdurchschnittlich hoch. Bestimmte Altersgruppen sind besonders betroffen - aber auch bestimmte Landkreise.
Frauen bekommen die Diagnose Depression in etwa doppelt so häufig wie Männer. (Symbolbild)Fabian Sommer/dpa
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In Hessen leiden mehr als 750.000 Menschen an einer ärztlich dokumentierten Depression. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der Krankenkasse AOK Hessen für das Jahr 2024 hervor. In Hessen sind demnach 13,2 Prozent der Bevölkerung ab einem Alter von zehn Jahren betroffen. Im Bundesvergleich seien die hessischen Fallzahlen überdurchschnittlich hoch.
Allerdings gibt es den Angaben zufolge deutliche Unterschiede je nach Geschlecht und Alter. Einen ganz besonders hohen Wert erreiche die Zahl der Diagnosen bei Frauen zwischen dem 75. und 79. Lebensjahr: In dieser Altersgruppe sei fast jede dritte hessische Frau betroffen (30,3 Prozent). Allgemein wird Frauen demnach über alle Altersklassen hinweg rund doppelt so häufig eine Depression oder Angststörung diagnostiziert wie Männern.
Unterschiede je nach Landkreis
Die Zahlen sind aber auch stark vom Landkreis abhängig. Die höchste Depressionsrate hat der Landkreis Waldeck-Frankenberg mit 15,8 Prozent, gefolgt von der Stadt Offenbach mit 15,7 Prozent. Am anderen Ende der Liste stehen hingegen der Hochtaunuskreis (9,6 Prozent) und Darmstadt (9,7 Prozent): Dort werden depressive Episoden im hessischen Vergleich am seltensten diagnostiziert.
Das lässt sich laut AOK Hessen nicht nur mit einer älteren Bevölkerung erklären: Wenn man Unterschiede in der Alters- und Geschlechtsstruktur herausrechne, lande man etwa für Offenbach bei einem noch höheren Wert, während jener für den Hochtaunuskreis beinahe unverändert bleibe. Die AOK Hessen sieht den Grund dafür in sozioökonomischen Belastungsfaktoren.