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Mehr als 1.000 Landesbeschäftigte legen Arbeit nieder

Mehr Geld, bessere Verträge, laute Proteste: Thüringer Landesbeschäftigte legen kurz vor der entscheidenden Verhandlungsrunde erneut die Arbeit nieder.

10.02.2026

Beschäftigte von Hochschulen, Schulen und Schulhorten legten in Thüringen befristet ihre Arbeit nieder.Martin Schutt/dpa

Beschäftigte von Hochschulen, Schulen und Schulhorten legten in Thüringen befristet ihre Arbeit nieder.Martin Schutt/dpa

© Martin Schutt/dpa

Rund 1.000 Thüringer Landesbeschäftigte sind nach Gewerkschaftsangaben im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes in den Warnstreik getreten. Mit einer Demonstration und einer zentralen Kundgebung in Jena verliehen sie der Forderung unter anderem nach mehr Geld Nachdruck. Zu der befristeten Arbeitsniederlegung hatten die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) aufgerufen.

Neben Beschäftigten aus Schulen, Horten, Universitäten und Hochschulen sowie aus Kindergärten des Studierendenwerks traten erneut auch Mitarbeiter des Jenaer Universitätsklinikums in den Warnstreik. Die Versorgung von Notfällen und lebenswichtige Behandlungen seien jedoch gewährleistet, hieß es vom Universitätsklinikum.

Entscheidende Verhandlungsrunde

Mit dem neuerlichen Warnstreik erhöhen die Gewerkschaften den Druck vor der entscheidenden dritten Verhandlungsrunde, die am Mittwoch in Potsdam beginnt. Die Arbeitnehmer fordern sieben Prozent mehr Einkommen – mindestens aber 300 Euro mehr. Für Auszubildende und Praktikanten werden monatlich 200 Euro mehr und für studentische Beschäftigte ein Tarifvertrag verlangt. 

Von Länderseite wurden die Forderungen wegen knapper Länderhaushalte wiederholt als überzogen zurückgewiesen. Die Gewerkschaften verhandeln nach eigenen Angaben für rund 2,6 Millionen Länder-Beschäftigte, von denen etwa die Hälfte im Bildungsbereich – an Schulen, Hochschulen und Landes-Kitas – arbeiten.

Die Versorgung von Notfällen war während des Warnstreiks laut dem Uniklinikum jederzeit gewährleistet.Martin Schutt/dpa

Die Versorgung von Notfällen war während des Warnstreiks laut dem Uniklinikum jederzeit gewährleistet.Martin Schutt/dpa

© Martin Schutt/dpa