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Mehr Seeadlerpaare und Jungvögel in Schleswig-Holstein

Der Bestand von Seeadlern und Weißstörchen in Schleswig-Holstein wächst weiter. Welche Schutzmaßnahmen dazu beitragen, zeigt ein neuer Bericht zur biologischen Vielfalt.

11.05.2026

Die Zahl der Seeadler hat zugenommen. (Symbolbild)Frank Molter/dpa

Die Zahl der Seeadler hat zugenommen. (Symbolbild)Frank Molter/dpa

© Frank Molter/dpa

Die Zahl der Seeadler und Weißstörche hat sich in Schleswig-Holstein auf hohem Niveau stabilisiert. „Dank unserer Artenschutzprojekte haben wir lokal wieder mehr Seeadler, Weißstörche und Rebhühner in Schleswig-Holstein“, sagte Umweltminister Tobias Goldschmidt (Grüne) zum Jahresbericht zur biologischen Vielfalt. Während beim Seeadler nach Ministeriumsangaben das Verbot des Insektizids und der gezielte Horstschutz griffen, profitiert der Weißstorch von wiedervernässten Grünlandflächen.

Nach Angaben der Projektgruppe Seeadlerschutz waren im Norden im vergangenen Jahr 166 Seeadlerreviere besetzt. Im Vergleich zu 2024 gab es zehn Neuansiedlungen, von denen aber nur drei Paare erfolgreich brüteten. Im Frühjahr 2025 begannen 151 Seeadlerpaare mit der Brut, 118 davon zogen erfolgreich Junge auf. Im Juli wurden demnach 187 junge Seeadler flügge.

Mehr Weißstörche im Land

Nach Angaben des Naturschutzbundes steigt der Brutbestand des Weißstorchs im Land seit 2019 kontinuierlich und stark an. 2025 brüteten insgesamt 583 Paare – 16,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Außerdem siedelten sich zusätzlich 119 Paare in Anbindung an Tierparks und Vogelpflegestationen an.

Artenschutz wirke, sagte Umweltminister Goldschmidt. „Doch um den Verlust der Artenvielfalt in Schleswig-Holstein insgesamt aufzuhalten, müssen wir an den großen Hebeln anpacken: Wir brauchen eine weniger intensive Landwirtschaft, weniger Flächenversiegelung und mehr Klimaschutz.“

Laut dem Jahresbericht hat die vom Aussterben bedrohte Lachseeschwalbe in Schleswig-Holstein ihr einziges mitteleuropäisches Brutvorkommen. Um diese sensible Population zu sichern, sei ein Schutz vor Fressfeinden wie Wanderratten, Möwen und Füchsen notwendig.