Mehr Polizisten bei Krawallen in Magdeburg verletzt
Kopfverletzungen bei Polizisten bis hin zum Schädel-Hirn-Trauma: Nach den Ausschreitungen beim 1. FC Magdeburg fordert die Innenministerin Aufklärung – auch vom Verein.
Der Verdächtige wurde am Mittwochabend einem Haftrichter vorgeführt.Thomas Schulz/TNN/dpa/dpa
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Bei den Ausschreitungen beim Heimspiel des Fußball-Zweitligisten 1. FC Magdeburg sind noch mehr Polizisten verletzt worden als bisher bekannt. Neben den 70 verletzten Beamten der Landespolizei seien auch fünf Kollegen der Bundespolizei verletzt worden, sagte Sachsen-Anhalts Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) im Magdeburger Landtag.
Von den 70 verletzten Polizisten wurden 17 in Kliniken behandelt. „Es musste zum Glück keiner stationär aufgenommen werden“, sagte die CDU-Politikerin. „Trotzdem gibt es erhebliche Kopfverletzungen bis zu Schädel-Hirn-Trauma-Diagnosen.“
Identifizierung von Gewalttäter steht im Vordergrund
Die Polizei ermittelt wegen schwerem Landfriedensbruch, versuchtem Mord und gefährlicher Körperverletzung. Im Vordergrund stehe die Identifizierung von Gewalttätern, so Zieschang, die auch für Sport zuständig ist. „Und da sage ich auch sehr deutlich: Da erwarte ich auch, dass der Verein bei der Aufklärung mitwirkt.“ Zudem müssten identifizierte Personen mit Stadionverboten belegt werden.
Am Mittwoch hatte die Polizei einen 29-Jährigen festgenommen. Der Mann aus Aschersleben soll einen Polizisten mit einer Steinplatte angegriffen und verletzt haben. Gegen ihn wird wegen des Verdachts des versuchten Mordes, schweren Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung sowie tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.