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Mehr Planungssicherheit für Sylt – Minister setzt auf Ausbau

Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Madsen sieht im zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke nach Sylt einen wichtigen Schritt für Wirtschaft und Tourismus. Was sich dadurch ändern könnte.

20.05.2026

Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) nennt die Bahnstrecke eine Lebensader Sylts zum Festland. (Archivbild)Lea Albert/dpa

Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) nennt die Bahnstrecke eine Lebensader Sylts zum Festland. (Archivbild)Lea Albert/dpa

© Lea Albert/dpa

Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen dringt auf einen raschen Ausbau der Bahnstrecke nach Sylt. „Für Sylt ist die Strecke die zentrale Lebensader zum Festland – für Beschäftigte, Gäste, Wirtschaft und Versorgung“, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. „Der Ausbau stärkt deshalb nicht nur die Insel, sondern den gesamten Wirtschafts- und Tourismusstandort Schleswig-Holstein.“

Am Donnerstag entscheidet der Bundestag über die Empfehlungen des Bundes zur Umsetzung von drei Bahnprojekten, darunter der zweigleisige Ausbau der Marschbahnstrecke zwischen Niebüll und Westerland. Konkret geht es um die Abschnitte Niebüll – Klanxbüll (13 Kilometer) auf dem Festland sowie Morsum – Tinnum auf Sylt (6 km). Auf dem Bahndamm durchs Watt nach Sylt fahren die Züge bereits seit knapp 55 Jahren zweigleisig.

Madsen: „Starkes Signal“

„Die Entscheidung ist ein starkes Signal für Schleswig-Holstein und die gesamte Westküste“, sagte Madsen. Der Bund stelle sich hinter den zweigleisigen Ausbau und schaffe die Grundlage, eine der wichtigsten Bahnverbindungen im Norden dauerhaft leistungsfähiger zu machen.

„Quasi alle Menschen reisen mit der Bahn von und nach Sylt. Hakt es beim Zugverkehr, hakt es auf der ganzen Insel“, sagte Madsen. Lehrer und Krankenschwestern kämen nicht zum Dienst oder könnten ihre Kinder nicht mehr rechtzeitig von der Kita abholen. „Leben und insbesondere Arbeiten auf der Insel wird unattraktiv.“

Von der Zweigleisigkeit erhofft sich der Minister mehr Verlässlichkeit. „Züge können sich künftig besser begegnen, Verspätungen übertragen sich weniger stark und der Fahrplan wird stabiler.“ Für Pendlerinnen und Pendler bedeute das mehr Planungssicherheit, für die Insel bessere Erreichbarkeit, gesicherte Versorgung, stärkere Betriebe, bessere Bedingungen für Fachkräfte und eine zukunftsfeste Anbindung.