dpa

Mehr Patienten kommen in die Notaufnahmen

Trotz glatter Straßen und Fußwege während des Wintersturms bleibt das große Durcheinander in den Notaufnahmen in Niedersachsen aus. Grund dafür ist auch die gute Vorbereitung.

31.01.2026

Das Winterwetter treibt mehr Menschen in die Notaufnahmen. (Symbolbild)Hauke-Christian Dittrich/dpa

Das Winterwetter treibt mehr Menschen in die Notaufnahmen. (Symbolbild)Hauke-Christian Dittrich/dpa

© Hauke-Christian Dittrich/dpa

Schnee, Eis und Glätte der vergangenen Tage und Wochen haben in den niedersächsischen Notaufnahmen die Zahl der Patienten steigen lassen. „Vor allem Glätteunfälle sorgten dafür, dass vermehrt Sturzverletzungen wie Knochenbrüche oder Prellungen behandelt werden mussten“, sagte Helge Engelke, Verbandsdirektor der niedersächsischen Krankenhausgesellschaft, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die Krankenhäuser in dem Bundesland seien aber „auf herausfordernde Wetterbedingungen gut vorbereitet“, betonte er. 

Die Belastung der Notaufnahmen sei regional unterschiedlich ausgefallen, sagte Engelke. „Mancherorts war ein deutlich höheres Patientenaufkommen zu bewältigen.“ Genaue Zahlen dazu lagen nicht vor. 

Umsicht angemahnt

Das Personal in den Kliniken des Landes sei flexibel eingesetzt, planbare Eingriffe seien zeitweise ausgesetzt worden, erklärte der Verbandsdirektor. Damit habe die „medizinische Versorgung der Notfallpatientinnen und Notfallpatienten jederzeit sichergestellt werden“ können. 

Engelke mahnte, angesichts der Wetterverhältnisse mit erwarteten frostigen Temperaturen und erwarteten leichten Schneefällen sollten die Menschen „eine besondere Umsicht im Straßenverkehr“ an den Tag legen. Er wies auch auf die Räum- und Streupflicht hin. Dies solle beachtet werden, um unnötige Verletzungen zu vermeiden - „und damit auch zusätzliche Belastungen der Krankenhausbeschäftigten“. 

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) stellte keinen ungewöhnlichen Anfall von Patienten fest - zumindest „nichts Spektakuläres“, wie Torben Brod, der Ärztliche Leiter der Notaufnahme, sagte. Derzeit sei die Notaufnahme „ziemlich voll“, das könne aber auch noch am Warnstreik der vergangenen Tage liegen.