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Mehr Hitzetote in Sachsen als im Vorjahr

Das Robert Koch-Institut schätzt die Zahl der Hitzetoten in Sachsen schon jetzt höher als im Vorjahr. Und der Sommer ist noch längst nicht vorbei.

09.07.2026

Das RKI rechnet mit mehr hitzebedingten Sterbefällen in Sachsen. (Symbolbild)-/dpa

Das RKI rechnet mit mehr hitzebedingten Sterbefällen in Sachsen. (Symbolbild)-/dpa

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In Sachsen gibt es nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) schon jetzt mehr hitzebedingte Sterbefälle als im Vorjahr. Einschließlich des extremen Hitzewochenendes Ende Juni geht das RKI von 230 Todesfällen im Freistaat aus. Im gesamten Jahr 2025 sollen 100 Menschen im Zusammenhang mit Hitze gestorben sein. Bundesweit geht das RKI von bislang 5.120 hitzebedingten Sterbefällen aus.

Weil der Sommer erst angefangen hat, könnten die Zahlen je nach Wetterlage noch deutlich steigen. Im besonders heißen und trockenen Jahr 2018 hat es laut RKI in Sachsen 510 Hitzetote gegeben, 2019 waren es 410.

Dazu zählen Fälle, in denen die Hitzeeinwirkung – etwa bei einem Hitzeschlag – den Tod unmittelbar ausgelöst hat. In den meisten Fällen führe jedoch eine Kombination aus Vorerkrankungen und Hitze zum Tod, hieß es. Auf dem Totenschein werde zumeist nicht die Hitze als Todesursache vermerkt. Daher stellt das RKI statistische Berechnungen zu den Hitzetoten an.

Höchste Temperatur in Bad Muskau gemessen

In der letzten Juniwoche (Kalenderwoche 26) hatte sich eine Hitzeglocke über Deutschland ausgebreitet. Die Wochenmitteltemperatur tags und nachts lag über 26 Grad – und damit oberhalb der Schwelle von 20 Grad, ab der laut Robert Koch-Institut ein signifikanter hitzebedingter Anstieg der Sterblichkeit zu erwarten ist. 

Im ostsächsischen Bad Muskau zeigte das Thermometer nach vorläufigen Werten des Deutschen Wetterdienstes am 28. Juni 41,5 Grad an - die höchste bisher im Freistaat gemessene Temperatur.