dpa

Mehr Geld für Zehntausende Handels-Beschäftigte

230.000 Menschen arbeiten im Einzelhandel in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Für die Beschäftigten der Branche mit Milliardenumsätzen wurde ein neuer Tarifvertrag abgeschlossen.

28.09.2026

Tarifabschluss für den Einzelhandel in Mitteldeutschland (Illustration).  Marcus Brandt/dpa

Tarifabschluss für den Einzelhandel in Mitteldeutschland (Illustration). Marcus Brandt/dpa

© Marcus Brandt/dpa

Die Löhne und Gehälter von Zehntausenden Beschäftigten im Einzelhandel von Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt werden in zwei Schritten angehoben. Die tariflichen Entgelte steigen nach einem Tarifabschluss, auf den sich Arbeitgeber und Gewerkschaft geeinigt haben, zum 1. September um drei Prozent. Eine weitere Erhöhung um zwei Prozent sei zum 1. Juni 2027 vereinbart worden, teilte der Handelsverband Mitteldeutschland mit. 

Er sprach von einem Kompromiss, der in der dritten Verhandlungsrunde erzielt worden sei. Der Vertrag habe eine Laufzeit von 25 Monaten bis Ende Juni 2028. Der Abschluss stelle die Arbeitgeber angesichts der Konsumzurückhaltung vieler Verbraucher und steigendem Kostendruck vor große Herausforderungen, erklärte der Verband. Die Gewerkschaft Verdi war bundesweit mit der Forderung nach sieben Prozent mehr Lohn in die Tarifrunde für den Handel gegangen. 

In den unteren Entgeltgruppen könnten der gesetzliche Mindestlohn und tarifliche Untergrenzen teilweise zu einer stärkeren Entgeltanhebung führen, erklärte der Verband. Die Ausbildungsvergütungen wurden jeweils zum 1. September angepasst.

Im Einzelhandel der drei Bundesländer sind nach Verbandsangaben rund 230.000 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Der Jahresumsatz betrage rund 45 Milliarden Euro.