dpa

McCain stoppt Pläne für Pommes-Fabrik am Mittellandkanal

Der kanadische Unternehmen McCain wollte am Mittellandkanal in Niedersachsen eine Pommes-Fabrik errichten. Jetzt scheint das Projekt vom Tisch.

29.09.2026

Die Pläne für eine neue Pommes-Fabrik in Niedersachsen scheinen vom Tisch. (Symbolbild) picture alliance / Ina Fassbender/dpa

Die Pläne für eine neue Pommes-Fabrik in Niedersachsen scheinen vom Tisch. (Symbolbild) picture alliance / Ina Fassbender/dpa

© picture alliance / Ina Fassbender/dpa

Die geplante Ansiedlung einer Pommes-Fabrik am Mittellandkanal im Landkreis Peine wird vorerst nicht umgesetzt. Nach einer umfassenden Überprüfung der Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftlichen Tragfähigkeit des Projekts sei entschieden worden, die geplante Investition in ihrer derzeitigen Form zum aktuellen Zeitpunkt nicht weiterzuverfolgen, teilte das kanadische Unternehmen McCain mit. 

In der Region hatte das Projekt Hoffnung auf eine Milliardeninvestition und Schaffung von Hunderten Arbeitsplätzen auf dem ehemaligen Kohlehafen des Kohlekraftwerks in Mehrum gemacht. Kritiker hatten vor einer hohen Verkehrsbelastung gewarnt. 

Die Entscheidung spiegele die aktuellen Marktbedingungen in Europa wider, teilte der Konzern mit. Dazu gehören demnach ein erheblicher Anstieg der Projektkosten infolge der Inflation, Überkapazitäten bei verarbeiteten Kartoffelprodukten sowie eine schwächere Nachfrage in wichtigen Märkten. 

Land und Bund bemühten sich um Ansiedlung 

Die niedersächsische Landesregierung bezeichnete es als sehr bedauerlich, dass das geplante Investitionsvorhaben in Mehrum im bisherigen Umfang nicht weiterverfolgt werde. Das Projekt sei lange intensiv begleitet und unterstützt worden, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Land und Bund hatten sich demnach gemeinsam mit kommunalen Partnern für die Ansiedlung eingesetzt. 

Das Land habe bei der Einwerbung von Bundesfördermitteln in erheblicher Größenordnung von etwa 50 Millionen Euro unterstützt, auch das Engagement des Bundesfinanzministeriums sei erheblich gewesen. „Darüber hinaus hat das Land eigene Fördermöglichkeiten von rund zehn Millionen Euro mobilisiert, um die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung des Projekts zu schaffen“, teilte das Ministerium mit. 

Der Standort Mehrum biete aus Sicht des Ministeriums weiterhin sehr gute Voraussetzungen für eine industrielle Ansiedlung dieser Art. Es liege aber zunächst beim Unternehmen, für sich die Situation und mögliche Marktchancen zu analysieren und dementsprechend neue Pläne zu entwickeln.