Mann nach tödlichem Brand durch Silvesterrakete vor Gericht
In einer Silvesternacht bricht auf dem Balkon einer Wohnung in Würzburg ein Feuer aus. Eine Seniorin stirbt. Schnell gibt es einen Verdacht zur Ursache – und jetzt einen Prozess.
Der Prozess findet vor dem Amtsgericht Würzburg statt. (Symbolbild)Karl-Josef Hildenbrand/dpa
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Mehr als zehn Monate nach einem tödlichen, durch Feuerwerk ausgelösten Brand einer Wohnung in der Silvesternacht steht heute (09.30 Uhr) ein Mann vor dem Amtsgericht Würzburg. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm fahrlässige Tötung und fahrlässige Brandstiftung vor, wie die Behörde mitteilte. Der Angeklagte soll eine Rakete gezündet haben, die das Feuer auf dem Balkon der Wohnung entfachte.
Das Amtsgericht hat nach Angaben eines Sprechers bisher nur einen Prozesstag festgelegt, zu dem neun Zeugen geladen wurden. Der Verdächtige war durch Aussagen von Anwohnern und der Auswertung von Videos aus der Silvesternacht identifiziert worden. Der 42-Jährige soll den Feuerwerkskörper entgegen jeglicher Sorgfalt mit gebrochenem Holzstab aus der Hand heraus gezündet haben.
88-Jährige starb im Krankenhaus
Das Feuer war in der Silvesternacht auf einem Balkon im ersten Stock eines Mehrfamilienhauses ausgebrochen. Die Flammen hatten später auf die Wohnung selbst übergegriffen. Beim Löschen fanden Rettungskräfte die 88 Jahre alte Eigentümerin bewusstlos in der Wohnung. Sie starb im Laufe der Nacht an einer Rauchvergiftung.