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Mann mit Messer nachts im Münchner Rathaus – OB im Büro

Ein Mann hält sich nach der Schließzeit im Münchner Rathaus auf, er hat ein Messer dabei. In der Nacht bemerkt ihn ein Sicherheitsmitarbeiter. Warum der Vorfall besondere Aufmerksamkeit erregt.

25.04.2026

Ein aufmerksamer Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes bemerkte den Mann im Münchner Rathaus. (Archivbild)Felix Hörhager/dpa

Ein aufmerksamer Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes bemerkte den Mann im Münchner Rathaus. (Archivbild)Felix Hörhager/dpa

© Felix Hörhager/dpa

Ein Mann mit einem Messer ist nachts im Münchner Rathaus festgenommen worden – zu diesem Zeitpunkt saß der neugewählte Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) noch an seinem Schreibtisch. „Er hatte noch Sondierungsgespräche mit der CSU geführt, die fanden im Rathaus statt, danach ist er dann noch kurz ins Büro gegangen“, bestätigte Krauses Sprecher entsprechende Informationen der „Bild“-Zeitung.

Der Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma hatte am späten Mittwochabend gegen 23.15 Uhr eine „verdächtige Wahrnehmung“ gemacht und den Notruf gewählt, wie die Polizei mitteilte. Einsatzkräfte umstellten und durchsuchten daraufhin das große, um diese Uhrzeit normalerweise verwaiste Rathaus der Landeshauptstadt. Die Beamten nahmen schließlich einen 32 Jahre alten Mann in einem Obergeschoss des Gebäudes vorläufig fest. Bei dem Verdächtigen fanden die Polizisten auch ein Messer.

Krause wohl nicht das Ziel des Eindringlings

Die Polizei stellte auch mehrere Beschädigungen an den Türen fest. Der 32-Jährige wurde wegen Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und eines Verstoßes gegen das Waffengesetz angezeigt. Laut „Bild“ wurde er inzwischen in eine geschlossene psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses eingewiesen.

Dass OB Krause das Ziel des Eindringlings war, scheint dabei unwahrscheinlich: „Der war im vierten Stock unterwegs, das Büro ist im zweiten“, schilderte Krauses Sprecher. „Wenn man das OB-Büro finden will, reicht es, auf die Hinweistafeln zu schauen, die überall im Rathaus hängen.“ Deshalb würden wegen des Vorfalls auch keine zusätzlichen Maßnahmen zum Schutz des frisch gewählten Oberbürgermeisters ergriffen.