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Mann hantiert mit Pistole in U-Bahn

Fahrgäste bemerken, wie ein Mann in einem Rucksack mit einer Waffe hantiert und alarmieren die Polizei. Noch bevor die Beamten eintreffen, nimmt ein Fahrgast die Situation selbst in die Hand.

07.04.2026

Die Polizei verhört den Verdächtigen. (Symbolbild)Daniel Karmann/dpa

Die Polizei verhört den Verdächtigen. (Symbolbild)Daniel Karmann/dpa

© Daniel Karmann/dpa

Ein 18-Jähriger hat mit einer Pistole in einer Münchener U-Bahn hantiert und damit einen größeren Einsatz der Polizei ausgelöst. Er sei von einem 24-jährigen Fahrgast überwältigt und festgehalten worden - noch bevor die Beamten eintrafen, teilte die Polizei mit. Bei der Pistole soll es sich laut den Ermittlern um eine Schreckschusswaffe handeln. 

Laut einem Polizeisprecher soll er die Waffe in einem Rucksack gehabt haben, während er mit ihr hantierte. Andere Fahrgäste hätten dies wahrgenommen und als bedrohlich empfunden. Der Verdächtige habe die Pistole aber nicht herausgenommen und damit auf Menschen gezielt, so der Sprecher weiter.

Bundeswehrsoldat sichert Waffe

Auch ein Bundeswehrsoldat wurde auf die Situation aufmerksam und nahm schließlich die Waffe an sich. Als die Beamten eintrafen, sei der Soldat in Uniform aus der Bahn gerade ausgestiegen und habe beide Hände mit der Pistole in die Luft gehalten. Dadurch habe er den Polizisten signalisiert, die Situation sei unter Kontrolle, hieß es weiter.

Die Ermittler nahmen den 18-Jährigen fest. Er werde vernommen, so eine Polizeisprecherin. Verletzt wurde bei dem Einsatz am U-Bahnhof Königsplatz niemand. Woher der Mann die Waffe hatte, blieb zunächst unklar.