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Mainz schiebt Pokal-Frust: „Kompletter Griff ins Klo“

Bereits zum vierten Mal in Folge scheidet Mainz in der zweiten Pokalrunde aus - ausgerechnet beim heimschwachen Zweitligisten Bochum. Die Verantwortlichen üben deutliche Kritik.

28.10.2026

Urs Fischer musste mit seiner Mainzer Mannschaft die erste Auswärtsniederlage der Saison hinnehmen.David Inderlied/dpa

Urs Fischer musste mit seiner Mainzer Mannschaft die erste Auswärtsniederlage der Saison hinnehmen.David Inderlied/dpa

© David Inderlied/dpa

Sportdirektor Nico Bungert schimpfte nach dem Pokal-Aus des FSV Mainz 05 beim Zweitligisten VfL Bochum. „Das war ein kompletter Griff ins Klo“, befand Bungert verärgert. Mit dem 0:2 (0:0) verabschiedete sich der Bundesligist zum vierten Mal in Folge in der zweiten Runde aus dem Wettbewerb. „Wir sind natürlich enttäuscht, dass unsere Pokal-Saison schon zu Ende ist“, sagte Bungert.

Beinahe sprachlos war Trainer Urs Fischer. „Es ist schwierig, die richtigen Worte für unsere Leistung zu finden“, sagte der Schweizer. Seine Analyse formulierte er kurz und treffend: „Wir waren ängstlich, hatten keine Power und Dynamik, waren unpräzise.“ Das Resultat: im dritten Pokalduell mit Bochum die dritte Pleite.

Heimschwache Bochumer

Doch sie kam umso überraschender, weil die Rheinhessen als bislang einziger Bundesligist alle Auswärtsspiele dieser Saison gewonnen hatten. Nun aber scheiterten sie nach den Toren von Christian Rasmussen (46. Minute) und Philipp Hofmann (75.) ausgerechnet bei einem Zweitligisten, der bis dahin zu Hause gerade einmal zwei Punkte geholt und nur zwei Tore erzielt hatte.

„Wir sind frustriert über die eigene Leistung. Es hat uns viel gefehlt“, sagte Philipp Mwene. Überraschend gefehlt hatte auch an seinem 30. Geburtstag Kapitän und Spielmacher Nadiem Amiri - wegen Knieproblemen.

Keine Lösungen

Wie sehr der Nationalspieler als Taktgeber fehlte, war dem Spiel anzumerken. Ohne kreativen Kopf im Mittelfeld fanden die Rheinhessen bei der Startelf-Rückkehr von Paul Nebel offensiv kaum Lösungen und blieb gegen leidenschaftlich verteidigende Bochumer weitgehend harmlos.

Doch die mangelnde Kreativität war längst nicht das einzige Problem. „Wir waren nicht wach genug und hatten kein Selbstbewusstsein. Das war schon extrem passiv von der Mannschaft“, kritisierte Bungert.

Sheraldo Becker und seine Mitspieler agierten im Angriff zu harmlos.David Inderlied/dpa

Sheraldo Becker und seine Mitspieler agierten im Angriff zu harmlos.David Inderlied/dpa

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Nur selten konnten Philipp Tietz und seine Mitspieler die entscheidenden Zweikämpfe gewinnen.David Inderlied/dpa

Nur selten konnten Philipp Tietz und seine Mitspieler die entscheidenden Zweikämpfe gewinnen.David Inderlied/dpa

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