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Madsen reist zu Lyten – Gespräche über Northvolt-Tochter

Wirtschaftsminister Madsen reist in die USA, um sich bei Lyten über die geplante Übernahme der Northvolt-Tochter zu informieren. Was erwartet ihn beim Technologie-Start-up?

19.02.2026

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen (links, CDU) will Lyten-Chef Dan Cook besuchen. (Archivbild)Frank Molter/dpa

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen (links, CDU) will Lyten-Chef Dan Cook besuchen. (Archivbild)Frank Molter/dpa

© Frank Molter/dpa

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen will wegen der geplanten Übernahme der deutschen Tochter des insolventen schwedischen Batterieherstellers Northvolt durch Lyten in die USA reisen. Der CDU-Politiker wolle sich vor Ort ein Bild von dem Betrieb, den Betriebsabläufen und den Mitarbeitenden von Lyten machen, sagte ein Ministeriumssprecher. Geplant seien auch Gespräche mit der Geschäftsführung. Bei Lyten handele es sich um ein Start-up der Technologiebranche mit hohen Chancen und hohen Risiken. Zuvor hatten Medien berichtet.

Die Gespräche zwischen Bund, KfW und dem Land mit Lyten über die geplante Übernahme dauern an. Das US-Unternehmen signalisiere weiterhin großes Interesse, auch dort einzusteigen, hatte Wirtschaftsstaatssekretärin Julia Carstens (CDU) in der vergangenen Woche im Wirtschaftsausschuss des Landtags erklärt. „Aber viel konkreter kann ich Ihnen das gar nicht berichten, weil uns auch nichts Konkreteres vorliegt.“

Abschluss bis Ende März?

Zuletzt hatte Lyten angekündigt, einen Abschluss der Übernahme bis zum Ende des ersten Quartals anzustreben. Ursprünglich wollte Northvolt bei Heide eine Batteriefabrik mit rund 3.000 Arbeitsplätzen errichten, ist inzwischen aber insolvent. Deshalb verhandelt Lyten über den Bau einer deutlich kleineren Produktionsstätte für Batterien am selben Ort.

Northvolt hatte von der staatlichen Förderbank KfW für den geplanten Fabrikbau bei Heide eine Wandelanleihe über rund 600 Millionen Euro erhalten. Bund und Land bürgten jeweils zur Hälfte. Ein Teil des Geldes wurde von Northvolt verbaut oder für Käufe eingesetzt. Noch mehr als 200 Millionen Euro sollen von dem Geld aber erhalten sein.