dpa

MV will Pläne für Stromtrasse nach Schweden wiederbeleben

Schweden hat Pläne für die „Hansa PowerBridge“ nach Nordostdeutschland 2024 auf Eis gelegt. Mecklenburg-Vorpommern will wieder ran.

19.03.2026

Mecklenburg-Vorpommern will Pläne für eine Stromtrasse durch die Ostsee nach Schweden wiederbeleben.(Symbolbild)Jens Büttner/dpa

Mecklenburg-Vorpommern will Pläne für eine Stromtrasse durch die Ostsee nach Schweden wiederbeleben.(Symbolbild)Jens Büttner/dpa

© Jens Büttner/dpa

Mecklenburg-Vorpommern will die 2024 von Schweden ausgesetzten Pläne für eine Stromtrasse zwischen Schweden und Deutschland durch die Ostsee wiederbeleben. Der Landtag forderte in Schwerin eine Prüfung durch Bundesregierung und EU, wie die „Hansa PowerBridge“ zwischen Südschweden und dem Raum Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern doch noch realisiert werden kann. Die Bundesregierung solle dazu auch Gespräche mit Schweden und Norwegen aufnehmen, so der Landtag.

Die Gleichstromleitung am Meeresgrund soll Windstrom aus dem Norden Deutschlands in Spitzenzeiten von Güstrow nach Süd­schweden leiten. Von Schweden wiederum soll Strom nach Deutschland geliefert werden, wenn er hier benötigt würde.

„Die skandinavischen Länder verfügen über große, flexibel einsetzbare Wasserkraftkapazitäten, die als natürlicher Speicher fungieren und wetterbedingte Schwankungen von Wind- und Solarenergie ausgleichen können“, heißt es in Schwerin. Bestehende Vorbehalte, wie die Möglichkeit kurzfristig steigender Großhandelspreise in Schweden um bis zu 15 Prozent, müssten „neu bewertet“ werden.