Lohnt sich das Pilzesuchen? - Wetter laut Bund entscheidend
Der Sommer in Berlin und Brandenburg war ziemlich trocken. Das ist schlecht für Pilze. Worauf es in der Herbstsaison ankommt und warum Pilze auch bei Trockenheit nicht komplett verschwinden.
Viele bekannte Waldpilze leben in Symbiose mit Bäumen. (Archivbild)Frank Hammerschmidt/dpa
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Die Sommerpilzsaison in Berlin und Brandenburg lief aufgrund der Trockenheit nicht gut - für die kommenden Wochen gibt es für Sammler aber noch Hoffnung. „Pilzleer“ seien die Wälder nicht, so der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz). „Nach ausreichenden Niederschlägen können vielerorts wieder Fruchtkörper erscheinen.“ Wie sich die Herbstsaison entwickele, hänge also stark davon ab, wie viel es in den kommenden Wochen regnen werde.
Nur weil die Pilze nicht sichtbar seien, seien sie nicht verschwunden, erklärt Bund-Pilzexpertin Tamara Pilz-Hunter. Ihr Myzel, das fadenförmige Geflecht unter der Erde, könne weiterhin im Boden oder Holz vorhanden sein. Der BUND bietet ab 21. September Führungen und Pilzbestimmungen an, zum Teil auch Mitten in Berlin.
Manche leiden, manche profitieren von der Trockenheit
Der Klimawandel setzt den Pilzen zu, denn viele Waldpilze leben in Symbiose mit Bäumen. In Brandenburg spiele die Kombination aus geringen Niederschlägen, sandigen Böden und großen Kiefernbeständen eine große Rolle. Waldkiefern geraten den Angaben nach bei lang anhaltender und wiederkehrender sommerlicher Trockenheit unter Stress. Das könne sich wiederum auf die mit ihr verbundenen Mykorrhizapilze auswirken, also Bodenpilze, die mit ihren Wurzeln eine Symbiose mit Pflanzen eingehen.
In Berlin seien für Pilze neben der Trockenheit unter anderem die Versiegelung und verdichtete Böden ein Problem. Allerdings könnten einige Arten auch davon profitieren, dass es durch Trockenheit mehr geschädigtes und abgestorbenes Holz gebe. Für manche Pilzgruppen entstehen dadurch laut BUND neue Lebensräume und Nahrung.