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Linnemann: CDU wohl für Altersbeschränkung bei Social Media

Die CDU will beim Parteitag eine Altersbeschränkung für Social Media diskutieren. Der Generalsekretär geht davon aus, dass sich die Partei klar positioniert.

19.02.2026

Linnemann will, dass vom Parteitag ein Signal der Geschlossenheit ausgeht.Kay Nietfeld/dpa

Linnemann will, dass vom Parteitag ein Signal der Geschlossenheit ausgeht.Kay Nietfeld/dpa

© Kay Nietfeld/dpa

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann geht davon aus, dass sich seine Partei am Ende für eine Beschränkung der Social-Media-Nutzung für Kinder und Jugendliche aussprechen wird. Er gehe von einer offenen Debatte auf dem Parteitag aus, sagte Linnemann vor dem Bundesparteitag in Stuttgart. „Aber es geht schon die Tendenz klar dahin, dass es zu einer Altersbeschränkung dann am Ende kommt.“ Wie hoch die Altersgrenze sein werde, werde man sehen. 

Am Freitag beginnt in Stuttgart der zweitägige CDU-Parteitag, bei dem Merz als Vorsitzender wiedergewählt werden soll. Dass sich die CDU als Familienpartei dem Social-Media-Problem annehme, sei wichtig, sagte der baden-württembergische CDU-Chef Manuel Hagel. „Das sage ich auch als Papa von drei kleinen Kindern, die Gott sei Dank noch keinen Insta-Account haben“, sagte Hagel, der als Spitzenkandidat der CDU zur Landtagswahl am 8. März antritt. Social-Media-Nutzung könne etwa zu Einsamkeit und Depressionen führen. „Unsere Kinder sind da in den Fängen von vier großen Techkonzernen.“ 

Der Zugang von Kindern und Jugendlichen zu sozialen Medien wird derzeit in Deutschland kontrovers diskutiert - auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte sich offen für ein Social-Media-Verbot für Minderjährige gezeigt. Für den CDU-Parteitag liegt ein Antrag aus dem Landesverband Schleswig-Holstein vor. Der empfiehlt, das Mindestalter für die Nutzung von Instagram, Tiktok, Facebook und Co. auf 16 Jahre festzusetzen, „begleitet von einer verpflichtenden Altersverifikation“.