dpa

Linke fordert Verbot von Smart Glasses in Schwimmbädern

Smart Glasses können unbemerkt Fotos und Videos aufnehmen. Die Hamburger Linke sieht darin eine Gefahr und fordert ein Verbot der Brillen für Schwimmbäder.

20.07.2026

Smart Glasses vereinfachen heimliches Filmen im öffentlichen Raum. (Symbolbild) Christoph Schmidt/dpa

Smart Glasses vereinfachen heimliches Filmen im öffentlichen Raum. (Symbolbild) Christoph Schmidt/dpa

© Christoph Schmidt/dpa

Die Hamburger Linke fordert das Verbot von sogenannten Smart Glasses in Schwimmbädern. Smart Glasses sind mit einer Kamera und Mikrofon ausgestattete Brillen, die sich optisch kaum von gewöhnlichen Brillen unterscheiden. Diese Brillen seien eine Gefahr für die Privatsphäre, wie die Linksfraktion mitteilte. 

„Niemand darf beim Schwimmen, Duschen oder Umziehen unfreiwillig den Content für soziale Netzwerke liefern“, sagte die datenschutzpolitische Sprecherin der Fraktion, Marie Kleinert. „Wer Kameras unbemerkt am Körper trägt, hat in diesen sensiblen Bereichen nichts verloren.“ In dem Antrag für die Bürgerschaft wird der Senat aufgefordert, diese Schutzlücke schließen.

Wie regeln andere Bäder das in Deutschland

Fotos und Videos lassen sich mit den Brillen vergleichsweise unauffällig aufnehmen. In Potsdamer Bädern sollen Smart Glasses deshalb künftig ausdrücklich per Haus- und Badeordnung verboten werden. Dort reagiert man auf die Gefahr, dass Aufnahmen unbemerkt entstehen und in sozialen Medien veröffentlicht werden könnten. 

Brillen mit besonderer Funktion

In sozialen Netzwerken und Online-Foren haben sich nach Recherchen des SWR inzwischen regelrechte Gemeinschaften von Smart-Glasses-Nutzern gebildet, die sich gegenseitig Tipps geben, wie sich etwa Frauen unbemerkt beim Sex filmen lassen.