Linke-Chef: BSW nur noch „Zombie-Partei“
In Thüringen verlässt fast die gesamte BSW-Fraktion die Partei. Die Linke, aus der sich das BSW vor drei Jahren abspaltete, bezeichnet das Projekt und Gründerin Wagenknecht als gescheitert.
Linke-Chef Luigi Pantisano sieht das Projekt BSW von Sahra Wagenknecht, die sich vor drei Jahren von der Linken abspaltete, als gescheitert an. (Archivbild)Bernd von Jutrczenka/dpa
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Die Linke sieht das BSW drei Jahre nach der Abspaltung durch Gründerin Sahra Wagenknecht als gescheitert und warnt mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen vor einer Wahl des BSW. „Ich würde sagen, es ist eine Zombie-Partei, die eigentlich keinen Inhalt mehr hat, sondern nur noch eine Hülle ist“, sagte Parteichef Luigi Pantisano nach einer Klausurtagung der Linken-Bundestagsfraktion in Dessau. Man solle die Stimme nicht an sie verschenken, sagte er.
Das Projekt Sahra Wagenknechts, eine neue Partei zu gründen, sei gescheitert. „Sie selbst als Person, als Politikerin ist gescheitert. Sie verursacht dort, wo sie Dinge anfasst, Chaos und hinterlässt verbrannte Erde.“ Wagenknecht war im Oktober 2023 nach langem Richtungsstreit aus der Linken ausgetreten und hatte Anfang 2024 mit Mitstreitern das Bündnis Sahra Wagenknecht gegründet.
Nach Erfolgen bei der Europawahl und den Landtagswahlen in Ostdeutschland 2024 kam im Februar 2025 der Dämpfer: Das BSW verfehlte bei der vorgezogenen Neuwahl extrem knapp den Einzug in den Bundestag. In Thüringen ist es bisher Teil der sogenannten Brombeerkoalition aus CDU, BSW und SPD.