Lieberknechts Plan geht nicht auf: FCK verliert erstmals
Mit zwei Gegentoren in der Anfangsphase gibt der 1. FC Kaiserslautern das Spiel in Magdeburg früh aus der Hand. Die Rotation von Trainer Lieberknecht geht dieses Mal nicht auf.
Frust pur: In Magdeburg verliert der 1. FC Kaiserslautern zum ersten Mal in dieser Saison. Hendrik Schmidt/dpa
© Hendrik Schmidt/dpa
Trainer Torsten Lieberknecht vom 1. FC Kaiserslautern hatte sich für das Gastspiel beim 1. FC Magdeburg erneut etwas einfallen lassen - doch die Veränderungen in der Startelf verpufften wirkungslos. Mit 0:3 kassierte der FCK die erste Saisonniederlage in der 2. Fußball-Bundesliga, und Lieberknecht musste mit ansehen, wie seine Mannschaft bereits in der Anfangsphase entscheidend ins Hintertreffen geriet.
Der 53-Jährige hatte seine Startelf im Vergleich zum 3:0 gegen den SV Darmstadt 98 auf drei Positionen verändert. Doch nach den frühen Gegentoren durch Emmanuel Iyoha (12. Minute) und Alexander Nollenberger (17.) war sein Plan bereits früh durchkreuzt. Alex Murphy, der für Mika Haas auf der linken Schiene begann, war am ersten Gegentreffer beteiligt. Simon Asta, der Paul Joly auf der rechten Seite ersetzte, ließ beim zweiten Gegentor die nötige Handlungsschnelligkeit vermissen.
„Dass wir verloren haben, lag nicht an den Wechseln in der Startelf“, sagte Lieberknecht. „Zum Beispiel waren wir im Zentrum nicht scharf genug auf die zweiten Bälle. Trotzdem habe ich eine Mannschaft gesehen, die gewillt war. Aber es hat heute einfach nicht so funktioniert wie in den Spielen zuvor.“
Hengen wird deutlich
Auch Geschäftsführer Thomas Hengen wurde deutlich. „Beim ersten und zweiten Gegentor waren wir deutlich in Überzahl. Trotzdem waren wir in diesen Situationen nicht aufmerksam genug und haben die entscheidenden Zweikämpfe nicht mit der nötigen Konsequenz geführt“, sagte er. „In der ersten Halbzeit hatte ich generell das Gefühl, dass Magdeburg uns vorgemacht hat, wie man zu Hause auftreten muss: aggressiv und mit einer brutalen Konsequenz in den Zweikämpfen.“
Lieberknecht reagierte mit Wechseln zur zweiten Halbzeit. Doch nach 53 Minuten war das Spiel dann endgültig entschieden, als Iyoha mit seinem zweiten Tor auf 3:0 erhöhte. Dass trotz der Niederlage viele Spielstatistiken nahezu ausgeglichen waren oder gar für den FCK sprachen, wollte Lieberknecht nicht überbewerten. „Es hatte nichts damit zu tun, dass wir heute keine Einstellung gezeigt haben, das belegen auch die Daten. Allerdings gibt es unnütze Wege und es gibt Zweikampfdaten, die nicht aufzeigen, welche Duelle entscheidend waren. Deshalb bin ich immer ein bisschen hin- und hergerissen, über solche Statistiken zu sprechen“, sagte der Coach.
Ritter: „Statistiken sind am Ende scheißegal“
Angesprochen auf die Statistik sagte Kaiserslauterns Kapitän Marlon Ritter: „Ich bin nicht so ein Freund davon, dass man sagt, wenn du mehr läufst, gewinnst du, oder wenn du mehr Torschüsse hast, gewinnst du. Es gewinnt der, der mehr Tore macht. Da sieht man, dass Statistiken am Ende scheißegal sind.“
Die erste Niederlage in dieser Saison dürfte den Pfälzern einiges an Analysematerial für die anstehende Trainingswoche liefern, bevor es am kommenden Samstag (13.00 Uhr/Sky) ins letzte Spiel vor der Länderspielpause geht. Dann gastiert Eintracht Braunschweig im Fritz-Walter-Stadion.