Lautern fügt Nürnberg erste Saisonniederlage in 2. Liga zu
In einem spannenden Zweitliga-Topspiel zwischen dem FCN und dem FCK stehen die Torhüter ständig im Fokus. Am Ende entscheidet ein Joker-Treffer.
Nürnbergs Fernandez (vorne) im Zweikampf mit Kaiserslautern-Profi Haas.Daniel Karmann/dpa
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Die Abwehrkünstler des 1. FC Kaiserslautern haben dem 1. FC Nürnberg die erste Saisonniederlage zugefügt. Die Pfälzer kämpften sich im Topspiel der 2. Fußball-Bundesliga zu einem 1:0 (0:0) und zogen nach Punkten mit dem Tabellenzweiten gleich. Matchwinner war Joker Erencan Yardimci, der per Kopf den entscheidenden Treffer erzielte (58. Minute). Beeindruckend: Der FCK blieb zum siebten Mal im neunten Spiel ohne Gegentor und stellt mit weiterhin nur vier kassierten Toren die mit Abstand beste Defensive der Liga.
Nürnberg verliert indes durch die erste Niederlage nach zuvor fünf Siegen und drei Unentschieden den Spitzenreiter Hertha BSC etwas aus den Augen; der Rückstand auf die Berliner beträgt nun schon sieben Punkte. Zudem kassierte der „Club“ die erste Heimniederlage überhaupt gegen den FCK in der 2. Liga.
Wenig Tore - aber viel Action
Erstmals in dieser Saison war das Nürnberger Max-Morlock-Stadion ausverkauft. Die 47.000 Zuschauer staunten zunächst über die Lauterer Dominanz: In der ersten Viertelstunde bestimmten die Gäste die Partie und hatten durch Naatan Skyttä (3.), Ibrahim Kanaté (7.) und Mario Sauer (14.) gute Torchancen. Der „Club“ musste auf Toptorjäger Mohamed Ali Zoma verzichten, der nach einer Schulter-Operation lange ausfällt. Die erste Chance hatte dann bezeichnenderweise Abwehrspieler Eric Porstner, der einen Kopfball auf die Querlatte setzte (19.). Dies war ein FCN-Aufbruchsignal.
FCK-Torhüter Krahl mit Glanzparade
Die Elf von Trainer Miroslav Klose übernahm die Initiative und kam zu Chancen - und gleich zweimal kam es zum Duell zwischen Flügelstürmer Rayan Ghrieb und FCK-Torwart Julian Krahl. Zunächst fischte der Schlussmann einen Abschluss des Franzosen phänomenal aus dem Winkel (23.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte zog Ghrieb erneut von rechts nach innen, auch den Schuss parierte Krahl.
Es war ein 0:0 der besseren Art - und die Partie legte sogar noch zu. Das lag an zwei Offensiv-Einwechslungen von FCK-Trainer Torsten Lieberknecht: Thierry Tazemeta traf nach einem Konter nur den Pfosten (48.). Yardimci machte es dann per Kopf besser. Der Türke erzielte sein drittes Saisontor.
Die Nürnberger drängten auf den Ausgleich, fanden aber kein Mittel gegen die Pfälzer Abwehr um Keeper Krahl.