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„Lange Jahre“: Hoffenheim sehnt Sieg in Frankfurt herbei

Hoffenheim fordert als Überraschungs-Kandidat für die Königsklasse die Eintracht, die sich gerade aus der Champions League verabschiedet hat. Bei den Hessen hat die TSG lange nicht mehr gewonnen.

23.01.2026

TSG-Coach Christian Ilzer: Sieg in Frankfurt überfällig. (Archivbild)Uli Deck/dpa

TSG-Coach Christian Ilzer: Sieg in Frankfurt überfällig. (Archivbild)Uli Deck/dpa

© Uli Deck/dpa

Wenn nicht jetzt, wann dann? Eine TSG 1899 Hoffenheim in Topform will endlich ihre Sieglosserie in den Bundesliga-Spielen bei Eintracht Frankfurt knacken. „Das wird kein leichtes Spiel. Wie viel Jahre haben wir da nicht da gewonnen? Neun Jahre? Lange acht, neun Jahre...“, sagte Torjäger Andrej Kramaric, schon seit einem Jahrzehnt bei den Kraichgauern, kürzlich nach dem 1:0 gegen Bayer Leverkusen.

Es waren neun Partien - und fast zehn Jahre. Zuletzt gab es im April 2016 einen 2:0-Erfolg für die TSG in Frankfurt. Doch dieses Mal kommen die Hoffenheimer, die am Dienstag das Nachholspiel in Bremen haben, als Tabellendritte in den Deutsche Bank Park - und strotzen nur so vor Selbstvertrauen und Spielstärke. 

„Eine Top-Energie“

„Mit dieser Truppe zeigen wir einfach eine Top-Energie“, sagte Kramaric. Er sei davon überzeugt, dass man auch in Frankfurt was holen könne, auch wenn es im Hinspiel ein 1:3 setzte. Nur eine der vergangenen elf Liga-Begegnungen hat die TSG verloren (0:2 in Dortmund). 

„Der vergangene Erfolg, der existiert nicht mehr“, warnte Trainer Christian Ilzer. Die Euphorie mitnehmen, das fordert er, „aber auch bereit sein für das Limit“. 

Extrem laufstark - und mit den meisten Fouls 

Körperlich ist Hoffenheim vielleicht der derzeit unangenehmste Gegner im Oberhaus: Die durchschnittlich 184 Sprints und 763 intensive Läufe der TSG pro Spiel sind Bestwert. Die durchschnittlich gelaufenen 123,5 Kilometer in jeder Begegnung werden nur vom FC Bayern übertroffen. Und: Hoffenheim hat in dieser Spielzeit die meisten Fouls aller Teams (237) begangen. 

Lemperle tritt in seiner Heimatstadt an

Aber auch spielerisch haben Kramaric und Co. viel zu bieten, zumal die beiden Sommer-Neuzugänge Tim Lemperle und Fisnik Asllani (alle sechs Saisontreffer) erfolgreich neben dem 34 Jahre alten Kroaten in der Offensive wirbeln. Vor allem für den Ex-Kölner Lemperle ist es eine besondere Partie: Der 23-Jährige ist in Frankfurt geboren, hat aber nie bei der Eintracht gespielt.    

Mit dem Trainerwechsel in Frankfurt wollen sich die Hoffenheimer erst gar nicht groß beschäftigen, auch wenn Ilzer „ein bisschen antizipieren“ muss, was die Taktik von Interimscoach Dennis Schmitt angeht: „Wir werden uns ganz stark auf uns konzentrieren, darauf soll der Fokus legen.“