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Landkreis Stendal warnt vor Eichenprozessionsspinnern

Die Raupen vermehren sich in Deutschland schon seit einigen Jahren und stellen Jahr für Jahr eine Gefahr dar. Was getan werden sollte, wenn ein Mensch einen Eichenprozessionsspinner berührt.

10.06.2026

Die Raupen werden auf unterschiedliche Art bekämpft. (Archivbild)Friso Gentsch/dpa

Die Raupen werden auf unterschiedliche Art bekämpft. (Archivbild)Friso Gentsch/dpa

© Friso Gentsch/dpa

Wie andere Landkreise und Städte warnt auch die Kreisverwaltung in Stendal vor dem Eichenprozessionsspinner. Die Tiere können eine gesundheitliche Gefährdung für Menschen darstellen, konnten im Landkreis jedoch nicht vollumfänglich bekämpft werden, teilte die Verwaltung mit. Die Raupen tragen feine Brennhaare, die Juckreiz, Hautausschläge, Augenreizungen und Atemprobleme auslösen können.

Den Angaben des Kreises nach vermehrt sich der Eichenprozessionsspinner seit 1993 in Deutschland. Auch in Sachsen-Anhalt komme er in den vergangenen Jahren immer stärker vor. Zu finden sind die Raupen vor allem in warm-trockenen Regionen, bevorzugt in lichten Eichenwäldern, an Waldrändern und an besonnten Einzelbäumen. Immer häufiger würden sie aber auch im öffentlichen Grün und in Gärten entdeckt. 

Richtiger Umgang mit Kleidung ist wichtig

Die Bekämpfung laufe in dem Landkreis schon seit Jahren, hieß es. Weil sie aber nicht zu 100 Prozent wirksam ist, müssten die Menschen Vorsichtsmaßnahmen und besondere Verhaltensweisen beachten. So sollten befallene Bereiche gemieden und die Raupen nicht berührt werden.

Passiere dies doch, sollten die Betroffenen duschen, die Augen ausspülen und ihre Kleidung wechseln. Klamotten und Schuhe sollten außerdem danach bei 60 Grad Celsius gewaschen werden. 

Wer mit dem Eichenprozessionsspinner in Kontakt kommt, muss sich gründlich duschen und die Klamotten wechseln. (Archivbild)Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Wer mit dem Eichenprozessionsspinner in Kontakt kommt, muss sich gründlich duschen und die Klamotten wechseln. (Archivbild)Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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Drohnen, Hubschrauber und Wärmer zur Bekämpfung

Auch in anderen Regionen von Sachsen-Anhalt wird das gefährliche Insekt bekämpft. In Dessau-Roßlau kamen in diesem Jahr dafür erstmals Drohnen zum Einsatz. Zudem brachte ein Hubschrauber ein Biozid aus. Außerdem wurden sogenannte Nematoden – winzige Fadenwürmer, die die Schädlinge abtöten – verwendet, um den Eichenprozessionsspinner zurückzudrängen. In dicht besiedelten Bereichen wurden Bäume vor allem vom Boden aus behandelt. Dafür kamen Spezialgebläse auf Fahrzeugen zum Einsatz.

Im Altmarkkreis Salzwedel wurde der Eichenprozessionsspinner ebenfalls mit einem Hubschrauber aus der Luft bekämpft. Für die Bewohnerinnen und Bewohner kommt es durch diese Art der Bekämpfung zwischenzeitlich zu Einschränkungen, weil Straßen gesperrt werden müssen und es laut ist.